Kultur : 7. Eine Autorin - engagiert aber gerecht

Als 28-jährige sorgte sie für eine literarische Sensation, als ihr, einer damals noch unbekannten jungen Schriftstellerin, der höchste Literaturpreis ihres Landes zuerkannt wurde. Obwohl aus einer bürgerlichen Familie stammend, war die in Heidelberg promovierte Doktorin der Philosophie schon frühzeitig politisch weit nach links geschwenkt. Aber selbst wer da anderer Meinung war, konnte in ihrer, wie es in einer Kritik hieß, "leisen und verhaltenen Stimme" eine Dichterin spüren, der es nicht um Ideologie, sondern um Gerechtigkeit ging. Mit der preisgekrönten Novelle begann eine Dichterin ihre Karriere.

Die unruhigen und wenig friedvollen Zeiten machten es ihr allerdings nicht leicht. Sie schrieb, wohl aus Rücksicht auf ihre Angehörigen, unter einem Pseudonym, dem Namen einer holländischen Malerfamilie. Trotzdem musste sie ihrer politischen Gesinnung wegen die Heimat verlassen. Zunächst begab sie sich in ein Nachbarland, von dem aus sie ihr Werk und ihren Kampf gegen die Unterdrückung in ihrem Land fortsetzte. Als sie auch dort zur Flucht gezwungen wurde, ging sie, nach Erfahrungen in einem europäischen Bürgerkrieg, weit weg und emigrierte nach Übersee.

Dort schrieb sie ihren zweiten Welterfolg, der es, in viele Sprachen übersetzt, zu einer Millionenauflage brachte. Wieder handelte es sich um eine engagiertes Werk, das trotzdem human und gerecht blieb, ein bleibendes Meisterwerk jener Zeit, die in ihm unverzerrt widergespiegelt wird. Aus Amerika kehrte sie nach dem Ende des entscheidenden Kriegs zurück nach Europa. Und es entsprach ihrem Engagement, dass sie sich für ein kommunistisches Land entschied. Eine Sammlung ihrer Ansprachen und Aufsätze nannte sie "Frieden der Welt", einen anderen: "Die Kraft des Schwachen". Sie starb fast 83-jährig in Berlin.Der gesamte Rätseltext zum Download als Datei.

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