Kultur : Antisemitismus: Vernetzt

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Radikale Islamisten und Rechtsextreme - auch im Internet lassen sich Anhaltspunkte für eine Zusammenarbeit finden. So gab es auf der Homepage des Radio Islam ( www.abbc.com ) diverse Links zu Rechtsradikalen im Internet, darunter zum Nationaljournal, der British National Party oder zum Thule-Net. Das Erstaunliche: Am Donnerstag veschwand diese Web-Seite vom Netz, einen Tag nachdem das ZDF-Magazin "Kennzeichen D" über die Zusammenhänge berichtet hatte. Aber auch jetzt finden sich noch weitere Beispiele für eine gegenseitige Vernetzung. Gemeinsamer Feind von Rechtsextremen und radikalen Islamisten: die "jüdische Weltverschwörung". Das nationaljournal.org berichtet über das "gottesfürchtige Volk" der Iraner, bei dem der umstrittene Schweizer Historiker Jürgen Graf Zuflucht vor der "jüdischen Verfolgung" fand. Erst kürzlich habe der Schweizer Islamist Achmed Huber, der über Kontakte in die arabische Welt verfügt, auf dem Europakongress der NPD-Jugendorganisation einen Vortrag über "Islam und Neue Rechte" gehalten, berichtete "Kennnzeichen D". Wenn man in den einschlägigen Kreisen im Internet surft, wird man weiter fündig, nicht auf den großen Seiten wie thulenet.com, sondern versteckter, bei den langen Internet-Adressen. Verweise zur Hisbollah und zur Hamas gibt es auf einer Website der Skinhead-Bewegung "Whiteyouth88". Und die Neonazi-Organisation Thüringer Heimatschutz begrüßt die Internet-Nutzer mit der Flagge: "Freiheit für Palästina". Ob diese Links tatsächlich eine Zusammenarbeit zwischen Rechtsradikalen und Islamisten dokumentieren, steht auf einem anderen Blatt.

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