Kultur : Applaus und Kritik für Bundeskulturstiftung

Die Kulturstiftung des Bundes wird bis Frühjahr 2002 in Halle ihre Arbeit aufnehmen. Das teilte Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin mit, nachdem Bundeskanzler am Vortag die Gründung der Stiftung angekündigt hatte. Dass sich die Länder vorerst nicht beteiligen, aber später mitmachen können, löste Zustimmung und Kritik unter Politikern und Kulturverbänden aus. Der Deutsche Kulturrat begrüßt die Gründung, bedauert allerdings das Fehlen der Länder, die die Entflechtungsdebatte zu einer Debatte um die Zukunft des Föderalismus machten. Der Bundesverband Deutscher Galerien sprach von einem Aufbruchssignal und der Chance, Kunst international zu fördern. Bayerns Kunstminister Hans Zehetmair nennt die Beschränkung der Bundeskulturstiftung auf die Kompetenzen des Bundes ein "erfreuliches Zeichen vorweihnachtlicher Besinnung", während NRW-Kultusminister Michael Vesper eine gemeinsame Stiftung von Bund und Ländern bevorzugt hätte. Auch FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper bedauert, "dass die Chance zum großen Wurf einer gemeinsamen Kulturstiftung durch zu große Eile und Taktierereien des Kulturstaatsministers verspielt worden ist".

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