Kultur : Asiatisches Jahr im Haus der Kulturen der Welt

Raoul Schrott wird im Berliner Haus der Kulturen der Welt seine umstrittenen Thesen über den griechischen Dichter Homer verteidigen (Tsp. vom 8.1.). Schrott tritt im April beim Literaturfestival „RE ASIA“ auf, das sein Schriftstellerkollege Ilija Trojanow („Der Weltensammler“) kuratiert. Asien ist 2008 eines der großen Themen im Haus der Kulturen der Welt. Dazu gehört die Ausstellung „Re-Imagining Asia“ mit zeitgenössischer Kunst, die am 13. März eröffnet wird, und das Tanzprojekt „The Abduction of Sita“ von Joachim Schloemer nach dem indischen Ramayana-Epos. Der Pekinger Künstler Song Dong wird im Foyer des HKW sein Elternhaus wieder aufbauen, das der Modernisierung in China zum Opfer gefallen ist: „Waste Not.“

Intendant Bernd Scherer stellte gestern das Programm für 2008 vor, das am 29. Januar mit dem internationalen Medienfestival „Transmediale“ beginnt. Im Juni gibt es eine Neuauflage der Performancereihe „In Transit“, die erstmals André Lepecki kuratiert. Lepecki und der Publizist Navid Kermani sind von diesem Jahr an „permanent fellows“ und werden an der Programmgestaltung mitwirken. Scherer nannte 2007 ein „bedeutendes und erfolgreiches Jahr“ für sein Haus, das im August wiedereröffnet worden war: „Wir haben unser erstes Ziel erreicht, wir sind wieder in die Stadt, in dieses Land zurückgekehrt.“ 55 000 Besucher kamen seit dem Sommer in die frühere Kongresshalle. Mit der „Wassermusik“ im Juli am Spreeufer will man das Haus der Kulturen der Welt weiter für das Publikum öffnen. Dabei geht es auch, so Scherer, um die Ressource Wasser und den Klimawandel (www.hkw.de). Tsp

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