Kultur : Austern und Artischocken

Gute Verkäufe im Berliner Auktionshaus Bassenge

Die Zuschreibung des bislang unbekannten „Stilleben mit Kapaun, Austern und Artischocke“ an Georg Flegel wurde während der Frühjahrsauktionen bei Bassenge eindeutig bestätigt. Die auf 50 000 Euro geschätzte Holztafel des Stilllebenmalers kletterte zügig auf stolze 110 000 Euro, mit denen sich deutscher Handel gegen ein hiesiges Museum durchsetzte. Nicht nur damit reüssierte das Auktionshaus im Grunewald einmal mehr mit alten und neueren Meistern. Die Druckgrafik führte Rembrandts Radierung „Die Windmühle“ mit 40 000 Euro an. Bei den Gemälden und Zeichnungen blieben Jean Bérauds „Au Café“ mit 80 000 Euro sowie ein um 1620 datiertes, anonymes „Bildnis eines jungen Mannes“ mit 55 000 Euro innerhalb der Erwartungen. Das Überraschungslos war Salvator Rosas „Wanderer entdeckt einen an einen Baum gefesselten Mann“. Statt der geschätzten 3500 Euro musste ein Londoner Händler 48 000 Euro für die Federzeichnung aus den 1640er-Jahren bewilligen.

Den höchsten Einzelzuschlag erzielte ein Bild (1924) von Kurt Schwitters. Nach dem Aufruf mit 75 000 Euro kämpfte ein französischer Privatsammler am Telefon bis 120 000 Euro um die Collage. Die Schätzung mehr als verdoppeln konnte Georg Minnes „Kniender Jüngling“, der für 55 000 Euro einem deutschen Privatsammler zugeschlagen wurde.

„Ein überwiegend erfreuliches Ergebnis“, resümiert Tilman Bassenge, das mit mehr als sechs Millionen Euro die Vorjahresresultate deutlich übertrifft. mino

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