Kultur : Auszeichnung für kommenden Herbst erstmals ausgeschrieben

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Die Initiatoren des neuen "Preises der Nationalgalerie für junge Kunst" haben gestern die Formalien für die Vergabe der für den kommenden Herbst erstmals ausgeschriebenen, mit 100 000 Mark dotierten Auszeichnung bekannt gegeben. Mitglieder des Vereins der Freunde der Nationalgalerie und Vertreter von Museen und Institutionen in aller Welt sind berechtigt, Künstler im Alter von bis zu vierzig Jahren, die in Berlin arbeiten, bis zum 30. April zu nominieren. Daraus wählt die siebenköpfige Jury eine "shortlist" mit vier Künstlern aus, die ihre Arbeiten zeitgleich im Hamburger Bahnhof präsentieren können. Die für ein Jahr berufene Jury ist prominent besetzt: Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Eugen Blume, Kustos im Hamburger Bahnhof, Bice Curiger, Schweizer Kuratorin und Mitherausgeberin der Kunstpublikation "Parkett", Udo Kittelmann, Direktor des Kölner Kunstvereins und soeben zum deutschen Kommissar für die Biennale in Venedig berufen, sowie die Kuratoriumsmitglieder des Vereins Anatol Gotfryd, Rolf Hoffmann - der den Preis initiiert hat - und Claudia Tetzner, die dem "Stober-Kreis" angehört, der Gruppe der Vereinsmitglieder unter 35 Jahren. Zeitlich verknüpft wird die Ausstellungseröffnung am 28. September mit der Kunstmesse "art forum berlin", die am darauffolgenden Abend ihre Tore öffnet. Am 6. Dezember wird der Preisträger bekannt gegeben. Im Rahmen der Zeremonie soll Geld für Ankäufe der ausgestellten Arbeiten gesammelt werden. Mit 250 000 Mark für Preisgeld, Ausstellung und Publikation stellt der Verein der Freunde der Nationalgalerie ein Viertel seines Jahresbudgets für die "Verjüngungskur" zur Verfügung.

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