• BERLINS DESIGN-GALERIEN – NEUZUGANG DER ARS NOBILIS: Ein guter Platz für die Moderne

BERLINS DESIGN-GALERIEN – NEUZUGANG DER ARS NOBILIS : Ein guter Platz für die Moderne

Obere Stockwerke sind nicht unbedingt nach dem Geschmack von Ulrich Fiedler. Auf der Tefaf, der großen Kunst- und Antiquitätenmesse in Maastricht, hat man im März die schmerzliche Erfahrung gemacht: Dort waren unter anderem mit Fiedler erstmals Experten für jüngere Designgeschichte und ihre Klassiker vertreten. Dass man die führenden Galerien des 20. Jahrhunderts dann allerdings in eine eigene „Design-Etage“ verbannte, wurde von Fiedler scharf kritisiert.

So mag es auf den ersten Blick verwundern, wenn nun die Ars Nobilis acht führende Design-Galerien aus Berlin einlädt – und den Gästen zur Premiere ebenfalls einen Raum im ersten Stock offeriert. Doch im Automobil-Forum Unter den Linden ist alles anders. Denn erstens sind dort auch mehrere Antiquitätenhändler angesiedelt. Und zweitens lassen sich die Ikonen der Designgeschichte in jenem großen Raum perfekt als Panorama inszenieren. Mit der Einladung öffnet sich die Ars Nobilis erstmals den angewandten Künsten jüngeren Datums, wie sie von Ulrich Fiedler, Clemens Tissi, Hans Peter Jochum, Karena Schüssler, der Appel Design Gallery, von Jacksons, dem Lampedo Kunsthandel oder der Architektengalerie vertreten werden. So verspricht die Schau allen Seiten neue Impulse – nicht zuletzt den Design-Galerien selbst, die teils für die Ars Nobilis von ihrem Programm abweichen und auf die Exponate der Antiquitätenmesse reagieren. Lampedo etwa zeigt ein wichtiges Stuhlpaar des ungarischen Designers und Architekten Lajos Kozma (1884–1948), der später von der Moderne beeinflusst war, sich hier aber mit ungarischer Volkskunst und dem Barock der Donaumonarchie beschäftigt. cmx

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