Kultur : Beschkempir von Aktan Abdikalikov, aus Kirgisien

Jan Schulz-Ojala

Was man so einen "kleinen Film" nennt: kaum Werbung, keine Stars, eine Geschichte ohne Getöse. Ein Film, der einen nicht verfolgt, solange man ihn noch nicht gesehen hat: Guck mich, sonst weißt du nicht Bescheid! Sondern einer, der einen vielleicht - freundlich - verfolgt, nachher, weil man ihn nicht vergessen kann. Und will. So ein Film ist Beschkempir von Aktan Abdikalikov, aus Kirgisien. Ein Kind, das Junge wird und Mann, einer, der spät erfährt, dass er ein Waisenkind war, bevor er "Eltern" bekam, einer, der das Balgen und Streiten und das Alleinsein aushält und irgendwann, ganz leicht, so weit ist für die erste Liebe. Dann fährt er weg mit dem Rad aus dem Bild, mit dem Mädchen vorn auf der Rahmenstange. Man möchte ihnen nachwinken. Und vergisst ganz, dass sie erfunden sind.(Hackesche Höfe, Steinplatz, fsk)

0 Kommentare

Neuester Kommentar