Bestsellerautor : Roger Willemsen ist tot

Er hatte Krebs - nun ist der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen gestorben. Dies bestätigten sein Büro in Hamburg und sein Frankfurter Verlag S. Fischer am Montag.

Der Autor und ehemalige Fernsehmoderator Roger Willemsen auf einem Archivbild.
Der Autor und ehemalige Fernsehmoderator Roger Willemsen auf einem Archivbild.Foto: dpa

Der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen ist tot. Dies bestätigten am Montag sein Büro in Hamburg und der Verlag S. Fischer in Frankfurt. Willemsen starb demnach am Vortag im Alter von 60 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung in seinem Haus in Wentorf bei Hamburg. Willemsen gehörte zu den bekanntesten deutschen Intellektuellen. Bekannt wurde er vor allem mit essayistischen Reisebüchern („Die Enden der Welt“). Zuletzt landete er mit seinem Buch „Das Hohe Haus“ (2014) einen Bestseller. Dafür hatte er ein Jahr lang das Geschehen im Bundestag von der Tribüne als Zuhörer verfolgt.

Im Fernsehen machte sich der Autor vor allem in den 90er Jahren mit der ZDF-Talksendung „Willemsens Woche“ einen Namen. Im Schweizer Fernsehen moderierte er den „Literaturclub“. Die Krebserkrankung war bei Willemsen im August vergangenen Jahres - wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag - festgestellt worden. Daraufhin sagte er alle öffentlichen Veranstaltungen ab.

Der Tod des Publizisten rief Bestürzung hervor. „Wir trauern um einen bemerkenswerten Menschen und Kollegen“, twitterte das ZDF. „Mit Roger Willemsen verlieren wir einen brillanten Intellektuellen und eine bedeutende Stimme unseres Kulturlebens - intelligent, pointiert, streitbar“, erklärte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ebenfalls auf Twitter. Auch Grünen-Chefin Simone Peter äußerte sich schockiert. „Wir trauern um einen wunderbaren Menschen, um einen wichtigen Intellektuellen, Autor und Moderator“, twitterte sie.

Der Linken-Politiker Gregor Gysi würdigte Willemsen als einen der herausragenden Journalisten und Publizisten Deutschlands. „Bestechend waren seine Intelligenz und Klugheit, seine Bildung, seine Beobachtungsgabe, seine Genauigkeit und seine Reaktionsschnelligkeit“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. (dpa/epd)



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