Kultur : Bundessache Kultur

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Mit RotGrün kam 1998 erstmals ein Kulturstaatsminister ins Kanzleramt. Kultur bleibt Ländersache, aber der Bund regelt die Rahmenbedingungen, fördert gesamtstaatlich bedeutsame Einrichtungen und pflegt das kulturelle Erbe. Erster Amtsträger war der Verleger Michael Naumann , im Januar 2001 folgte der Philosophie-Professor Julian-Nida Rümelin . Seine Nachfolgerin ist seit 22. 10. 2002 die Literaturwissenschaftlerin und frühere Hamburger Kultursenatorin Christina Weiss .

Als CDU-Favorit für das Amt gilt Norbert Lammert .

BUNDESKULTUR-

STIFTUNG

Die im März 2001 gegründete Bundeskulturstiftung unter Vorsitz von Hortensia Völckers fördert innovative Programme und Projekte im internationalen Kontext. Im ersten Jahr betrug ihr Etat 13 Millionen Euro, im zweiten Jahr 25 und jetzt 38,3 Millionen Euro .

HAUPTSTADTKULTUR

2004 förderte der Bund mit 428 Millionen Euro Berliner Kultureinrichtungen und -projekte, das sind 47 Prozent des gesamten Bundeskulturetats. Mit dem im Dezember 2003 erneuerten Hauptstadtkulturvertrag setzte der Bund die alleinige Finanzierung der Berliner Festspiele, des Gropius-Baus, des Jüdischen Museums, der Bauinvestitionen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Hauses der Kulturen der Welt fort. Außerdem übernahm er mit 22 Millionen Euro unter anderem die Akademie der Künste – zwecks Entlastung des Berliner Haushalts zugunsten der drei Opernhäuser der Stadt. Der 1999 gegründete Hauptstadtkulturfonds fördert besondere Projekte mit jährlich 10,2 Millionen Euro. Kuratorin des Fonds ist Adrienne Goehler .

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