Kultur : "Csardasfürstin": Zwei Versionen in Dresden

Der Streit um die Dresdener Inszenierung der Operette "Die Csardasfürstin" ist beigelegt. In der Saison 2000/2001 wird die Semperoper zwei Versionen des Werks von Emmerich Kalman aufführen. Der Intendant Christoph Albrecht und der Regisseur Peter Konwitschny hätten sich auf diesen Kompromiss geeinigt, teilte das Anwaltbüro des Regisseurs am Donnerstag in Hamburg mit. Konwitschny hatte die Handlung der Operette in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs verlegt. Nach einem Skandal bei der Premiere im Dezember 1999 strich der Intendant einige besonders umstrittene Szenen gegen den Willen des Regisseurs. Konwitschny erwirkte daraufhin vor dem Landgericht Leipzig eine einstweilige Verfügung gegen die Änderungen. Das Urteil wurde durch das Oberlandesgericht Dresden bestätigt. Ein Vergleich, wonach beide "Fassungen" der "Csardasfürstin" abwechselnd aufgeführt werden sollten, war im Mai zunächst gescheitert.

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