Kultur : Das Festival für Kunst und Computertechnologie erforscht die Zukunft der Sexualität

Das Thema "Next Sex" steht im Zentrum des Festivals für Kunst und Computertechnologie "Ars Electronica" vom 2. bis 7. September in Linz. Gemäß dem Untertitel "Sex im Zeitalter seiner reproduktionstechnischen Überflüssigkeit" sollen dort Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der künstlichen Fortpflanzung wissenschaftlich und künstlerisch beleuchtet werden. Auf die Frage "Wer wird in Zukunft mit wem Sex haben - und warum?" läßt sich, so die Veranstalter in ihrer Ankündigung, das komplexe Thema reduzieren. Wissenschaftler und Künstler sollen sich in Linz den konfliktbeladenen Themen der biologischen und gesellschaftlichen Festschreibung der Geschlechterrollen sowie ethischen Werthaltungen zu Sexualität und künstlicher Reproduktion widmen. Als Reizthemen der Reproduktionstechnologie sollen Möglichkeiten der Geburtenkontrolle und künstlichen Befruchtung ebenso beleuchtet werden wie Samendatenbanken, Leihmutterschaft oder "künstliche Gebärmutter". Deren Erfinder, der japanische Forscher Nobuya Unno, ist neben dem britischen Evolutionsbiologen Robin Baker und dem "Vater der Pille", Carl Djerassi, Gast beim Symposium am 3. / 4. September.

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