Kultur : Das Mädchen

Von Meltem Ohle, Kinderreporterin, 11 Jahre

Meltem Ohle
Meltem Ohle. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die Eltern und der Bruder in Afrika, dazu eine unzurechnungsfähige Tante – das würde mir nicht gefallen, vor allem nicht in den Sommerferien. Doch dem Mädchen bleibt keine andere Wahl, da Neunjährige nicht nach Afrika gehören, wie die Behörden meinen. Darum kommt die Tante, die meistens mit ihren nächtlichen Besuchern stört. Wenn sie dann am nächsten Tag krank im Bett liegt, muss das Kind sich um sie kümmern. Niemand winkt dem Mädchen hinterher, wenn es in den Bus steigt, der es zum Sommerschwimmkurs fährt.

Das Mädchen hat keinen Namen. Der Regisseur hat das beabsichtigt, damit sich jeder darin wiedererkennen kann. In ihren Sommerferien ohne Eltern geht einiges schief, mit dem sie alleine klarkommen muss. Beim Schwimmen lernt sie einen netten Jungen namens Ola kennen, aber anstatt mit Ola zu spielen, hängt sie mit ihrer Freundin Tina und deren Cousine Gisela herum. Die beiden nutzen sie ständig aus, meiner Meinung nach sollte sie sich wehren. Als ihre „Freundinnen“ dem Mädchen fast die Freundschaft zu Ola verderben, hört sie auf, sich mit ihnen abzugeben. Sie und Ola vertragen sich wieder. Doch als er versucht, ihr zu helfen, die Angst vorm Dreimeterbrett zu überwinden, landet er auf dem Betonboden. Das Mädchen fühlt sich für den Unfall verantwortlich und trinkt Alkohol. Ob das gut ausgeht, solltet Ihr selbst gucken.

Mir hat der Film gefallen, doch er war zu ernst. Es hätte ruhig ein paar lustigere Szenen geben können.

12. 2., 15.30 Uhr (Filmtheater am Friedrichshain)

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