DER LITERATURPREIS : Die Siegerin

Die französische Schriftstellerin Marie NDiaye und ihre deutsche Übersetzerin Claudia Kalscheuer erhielten am Mittwochabend den zweiten

Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt für den Roman

Drei starke Frauen (Suhrkamp).

Die von der Stiftung Elementarteilchen begründete Auszeichnung ist mit 25 000 Euro für die Autorin und 10 000 Euro für die Übersetzerin dotiert. Sie ging letztes Jahr an den gebürtigen

Peruaner Daniel Alarcón. Die Jury rühmt NDiayes Roman (siehe Tagesspiegel vom 16. Juli 2010) als „Buch über

gestörte Beziehungen, emotionale

Abhängigkeiten, unerhörte Abgründe

innerhalb familiärer Beziehungen“.

Insbesondere heißt es, dass NDiayes „Implantation afrikanischer Bildwelten“ den „Resonanzraum der französischen Sprache erweitert“. Das Buch führe

damit vor, was „Schreiben jenseits der althergebrachten Kategorien von

Heimat und Herkunft sein kann: Weltkulturliteratur jenseits von Migration und Exil, die eine neue grenzüberschreitende Formensprache vorantreibt.“

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