Kultur : Die Berlinale-Figur findet man sogar in Windhoek

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DER PREIS

Knapp 22 Zentimeter groß, 2,4 Kilogramm schwer, aus Bronze gegossen, wahlweise mit Silber oder Gold überzogen – das sind die Daten der zum Festivalabschluss verliehenen Berlinale-Bären. Traditionell stammen sie aus der Werkstatt der Friedenauer Bildgießerei

Noack. Die benötigten Exemplare wurden bereits vor Festivalbeginn gegossen, nur noch die Namen der Preisträger mussten dann eingearbeitet werden – in Handarbeit.

DIE KÜNSTLERIN

Der Entwurf des Berlinale-Bären stammt von der Berliner Bildhauerin Renée Sintenis (1888 – 1965). Die Künstlerin hatte ihre größten Erfolge in der Weimarer Republik mit Tierskulpturen. Das Motiv des Bären hat sie von 1932 bis 1957 mehrfach gewählt. Eine der Figuren war die Vorlage zu den Bären der ersten beiden Filmfestivals, 1953 wechselte man das Modell. Es hat nun die linke Tatze erhoben statt der rechten, auch ist der Körper strukturierter.

DAS BERLIN-SYMBOL

Renée Sintenis’ Bären symbolisieren nicht nur das Festival, sondern auch die Stadt. Auf ihre Kleinskulptur von 1932 geht der große Bär am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden zurück, der dort 1957 aufgestellt wurde. Seit 1958 teilt ein Kilometerstein mit Bärenrelief in der Steglitzer Schloßstraße die Entfernung nach Zürich mit (863 Kilometer), ein ähnlicher Stein befindet sich in Windhoek, Namibia: „Berlin 11 000 km“. ac

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