Kultur : Die Bilder dieser Seiten

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Das neue und das alte Europa: Es ist auf der Leipziger Buchmesse, die heute Abend eröffnet wird, seit vielen Jahren das große Thema. Die Aussicht, dass ab 1. Mai noch zehn Länder mehr – überwiegend aus dem Osten des Kontinents – zu diesem neuen Europa gehören, verleiht dieser Messe noch einmal eine neue Qualität. Leipzig macht sie unter anderem dadurch deutlich, dass der Tscheche und neue PENPräsident Jiri Grusa die Eröffnungsrede hält.

Der französische Fotograf Bruno Bourel, geboren 1957, lebt seit 1992 in Budapest und denkt nicht daran, in seine Heimat zurückzukehren. In seinen Schwarzweiß-Aufnahmen spürt er den Veränderungen in Ungarn auf der Schwelle zwischen dem Alten und dem Neuen nach. In den Straßen von Budapest hat er eine Poesie entdeckt, wie man sie zuvor nur aus Bildern von Paris kannte – wo sich einst Ungarn wie André Kertész tummelten. Zu Bourels Fotografien hat der ungarische Schriftsteller Lajos Parti Nagy, geboren 1953, kleine assoziative Texte verfasst, die wir zusammen mit den Bildern auf den folgenden Sonderseiten präsentieren. Terézia Mora hat die Prosasplitter übersetzt. Den vollständigen Zyklus der „Lichtzeichnungen“ kann man von heute an in einer Berliner Ausstellung sehen. Sie ist bis zum 9. Mai (Mo-Fr, 9 bis 17 Uhr) im Collegium Hungaricum in der Liebknechtstraße 91 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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