Die Saison 2015/16 am Berliner Konzerthaus : Mittendrin statt nur dabei

In der kommenden Spielzeit wollen Intendant Sebastian Nordmann und sein Chefdirigent Ivan Fischer weiter an der Öffnung des Konzerthauses arbeiten. Außerdem wird der Jahrhundertgeiger Yehudi Menuhin gewürdigt.

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Ivan Fischer, Menuhin-Tochter Zamira Benthall und Sebastian Nordmann
Ivan Fischer, Menuhin-Tochter Zamira Benthall und Sebastian NordmannFoto: Oliver Lang/Konzerthaus

Das Konzerthaus kann drei weitere Spielzeiten mit Iván Fischer als Chefdirigenten planen. Eine Vertragsverlängerung bis 2018 liege nun dem Senat vor, sagte Intendant Sebastian Nordmann bei der Vorstellung der Saison 2015/16. Gemeinsam wolle man weiter an der Öffnung des Hauses arbeiten – und auch mit neuen „Mittendrin“-Konzerten. Zwischen den Musikern sitzend, können die Zuhörer etwa Beethovens Fünfte einmal ganz anders erleben. Seinen Länderschwerpunkt widmet das Konzerthaus Frankreich: Fischer dirigiert Messiaens „Turangalila-Symphonie“, Marc Minkowski erkundet den Einfluss Wagners auf die französische Musik.

Aus Frankreich stammt auch der Artist in Residence, Philippe Jaroussky. Der Countertenor wird schon bei der Saisoneröffnung und beim Musikfest dabei sein. Im Laufe der Saison stellt er sein erstes deutschsprachiges Programm mit Kantaten von Bach und Telemann vor. Zusammen mit Anna Prohaska singt er auch Pergolesis „Stabat mater“, mit dem Ensemble Artaserse Werke von Monteverdi.

Zu seinem 100. Geburtstag am 22. April 2016 richtet das Konzerthaus Yehudi Menuhin eine Hommage aus. Der Geiger und Dirigent starb 1999 in Berlin, wo er als Zwölfjähriger das „Konzert der drei B“ mit Bach, Brahms und Beethoven spielte. In Erinnerung an Menuhin wird das Programm mit drei jungen Geigern wieder erklingen. Außerdem spielt Daniel Hope Elgars Violinkonzert und veranstaltet eine „Late Night of Fiddle Music“. Das Angebot zeitgenössischer Musik wächst um eine Reihe des Ensemble United unter Vladimir Jurowski.

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