Eine bunte Rate-Mischung : Das biografische Weihnachtsrätsel 2011
24.12.2011 00:00 UhrEine Frau, die unabhängig blieb
Sie wurde als Tochter eines Schulleiters geboren. Ihre Eltern waren Anhänger der SFIO – jener Partei, die 1969 in der heutigen Parti Socialiste aufging. Ihren Mann lernte sie im März 1944 in der Résistance kennen. Bei der ersten Begegnung stellte er sich unter seinem Decknamen vor. Zwei Monate später musste er aus Paris fliehen, und sie half ihm, sich im Burgund zu verstecken.
In dem Zug, der sie in Sicherheit brachte, spielten sie zunächst ein Liebespaar, um die Gestapo zu täuschen. Am Ende der Reise waren sie dann ein echtes Paar und verlobten sich. Die Hochzeit fand vier Monate nach der Normandie-Landung statt. Die Rolle der Frau, die ihren Mann nach Kräften unterstützt, sollte sie auch nach dem Krieg ausfüllen.
Obwohl sie schon im achten Monat schwanger war, machte sie den Wahlkampf ihres Mannes mit, der 1946 als Abgeordneter in die französische Nationalversammlung einzog. Mit Fidel Castro verband sie eine Freundschaft, ihre linken Ideale hielt sie zeitlebens hoch.
Sie setzte sich für Minderheiten auf der ganzen Welt ein. Stets wahrte sie auch ihre Unabhängigkeit von ihrem Ehemann, was den gelegentlich in die Bredouille brachte. Am Ende wollte sie nicht neben ihrem Mann begraben werden, sondern in der Gruft ihrer Familie im Burgund.
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- Seite 2: Ein Mann, der den Weg bahnte
- Seite 3: Eine Frau, der Familien am Herzen lagen
- Seite 4: Ein Mann, der den Frieden wollte
- Seite 5: Ein Mann, der an das Recht glaubte
- Seite 6: Eine Frau, die etwas von Macht verstand
- Seite 8: Ein Mann, der für die Freiheit kämpfte
- Seite 9: Eine Frau, die im Tod einen Sieg sah
- Seite 10: Der Mann, der mit sanfter Stimme sprach






