Kultur : Elektro: Festplatte

Volker Lüke

Drei Wochen lang steht das Podewil "Unter Strom". So lautet der Titel des Programms, das bis zum 29. November in den Reihen "Montagsmusik" und "Musik im Klub" mit "Durian" und "Charhizma" zwei angesagte Wiener Plattenlabel präsentiert. Den Anfang macht das australische Quartett "Machine for Making Sense" mit ihrer spannungsvollen Auseinandersetzung von Sprache und Musik, alter und neuer Technologie. Präzise treten die Bestandteile hervor: Amanda Stewarts meckernde Körperstimme, Jim Denleys blubbernde Saxophone, Stevie Wisharts funkelnde Drehleier. Eher enttäuschend knistert dagegen der Wellensalat des Vinyl-trifft-Festplatten-Trios "qmince", deren dreispurige Frequenzüberlagerungen auf Dauer allzu undifferenziert zusammenrauschen. Ted Milton, der alte Frontmann der britischen No-Wave-Band "Blurt", tritt zwei Tage später mit Andreas Gerth vom "Tied & Tickled-Trio" den Weg ins Reich der Poetry-Dub-Elektronik an: bekiffte Pluckerbeats plus Dada-Text-Genörgel plus Killer-Sax-Tröte. Alle weiteren Termine entnehmen Sie bitte dem Tagesprogramm oder der Internet-Adresse: www.podewil.de .

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