Kultur : Elf Tage Festival: Zahlen, Themen und ein Rätsel

In Dennis Lehanes Krimi „Shutter Island“, den Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio verfilmt hat und am Freitag im Wettbewerb vorstellt, gibt es das geheimnisvolle „Gesetz der 4“. Es lautet: „Ich bin 47. Sie waren 80 + Ihr seid 3. Ergibt: Wir sind 4. Aber wer ist 67?“ Die Lösung ist überraschend.

Der Tagesspiegel hat stattdessen ein „Gesetz der 11“. Es lautet: „Wir haben vier. Ihr seid viele. Sie sind 392. Drinnen sind 20. Doch wer ist die Eins?“ Im Klartext: Auf vier Seiten täglich werden wir in den nächsten elf Tagen das Festivalgeschehen begleiten – mit Rezensionen, Interviews, Porträts, Berichten von den Pressekonferenzen und vom roten Teppich, mit unseren Kinderreportern, ab Sonnabend mit dem täglich wachsenden Kritikerjury-Kästchen – und bereits ab morgen wieder mit der Festival-Glosse von Harald Martenstein. Die Tagesspiegel-Leserjury sichtet alle Filme in der Forum-Sektion und vergibt am Ende den Tagesspiegel-Leserpreis. Und alle sind aufgerufen, auf www.tagesspiegel.de mit abzustimmen, welcher Film der aussichtsreichste Bärenkandidat ist. 392 Filme sind auf der Berlinale zu sehen, 20 davon laufen im Wettbewerb, und nur einer kann gewinnen. Wer ist die Eins?

Spannung auch in den Festivalfilmen: Krimis, Gangster, Genrefilme, das ist das eine Grundthema des Festivals, von Martin Scorsese bis Dominik Graf, von Thomas Arslan bis Michael Winterbottom. Mindestens ebenso präsent ist das Thema Familie. Heile Familien, dysfunktionale Familien, Patchwork-Familien, Filmfamilien. Die größte Filmfamilie jedoch wird sich am Potsdamer Platz treffen, am Friedrichstadtpalast, im International, am Zoo-Palast und in den zehn Kiezkinos, die ausgewählt sind, um das Festival überallhin in die Stadt zu tragen. Da mögen Schnee und Eis, ausfallende S-Bahn-Züge und streikende BVG dagegen stehen: Der Filmfan überwindet alle Hindernisse. Wir sind viele. til

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