Kultur : Epochaler Carreras

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Charmant klingt José Carreras , charmant und gut ausgeschlafen. Hat der weltberühmte spanische Tenor heute schon gesungen? Nein doch, Carreras singt wirklich nicht jeden Tag. Er übt auch nicht mehr. „Die Gesangsstimme ist etwas sehr Sonderbares. Manchmal braucht sie Ruhe, dann wieder muss man streng mit ihr arbeiten. Doch sogar wenn ich nicht singe, spüre ich, ob mit meiner Stimme alles in Ordnung ist.“ Stattdessen hat Carreras an diesem Morgen Musik gehört. Und noch einmal über Korrekturen an seiner neuen Platte „Belle Epoque“ nachgedacht – Musik aus der glitzernden Zeit um 1900. Puccini, Zemlinsky, Ravel mit José Carreras’ angenehm herb gewordenem Tenor vor den üppig gerüschten Orchestervorhängen der Jungen Philharmonie Wien. Wieso Korrekturen, Herr Carreras, sind Sie denn nicht zufrieden mit sich und der Aufnahme? „Ich bin nie zufrieden. Künstler sind so.“ Am morgigen Donnerstag kommt José Carreras nach Berlin, um in der Philharmonie das „Belle Epoque“-Programm zu präsentieren. Mehr als 30 Jahre liegt sein erster Besuch in der Stadt mittlerweile zurück. Immer wieder ist er damals mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern aufgetreten, er sang an der Deutschen Oper und der Staatsoper und gab 1987 einen Arienabend an der Komischen Oper. Sein letztes Konzert in „einer der schönsten Städte Europas“ liegt nun auch schon zwei Jahre zurück. cte

Karten zum Preis von 141,30 bis 179,25 Euro unter Nummer: 61 10 13 13

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