Kultur : Europäischer Filmpreis: Kein Deutscher ist dabei

Sieben Filme, darunter kein deutscher Beitrag, konkurrieren um den Europäischen Filmpreis, der am Sonnabend (2. Dezember) von der Europäischen Filmakademie in Paris vergeben wird. Als Favorit wird in der Branche Lars von Triers "Dancer in the Dark" gehandelt, wobei der notorisch flugscheue Regisseur bei der Gala wohl fehlen wird; wohl aber steht seine Hauptdarstellerin Björk auf der Gästeliste. Stephen Daldrys "Billy Elliot", soeben in den deutschen Kinos angelaufen, und "Chicken Run" von Peter Lord und Nick Park vertreten das britische Kino, aus Frankreich kommen "Harry, un ami qui vous veut du bien" (deutscher Titel: "Harry meint es gut mit dir", Kinostart 25. Januar) und "Le goût des autres" ("Lust auf anderes"). Italien schickt "Pane e tulipani" von Silvio Soldini ("Brot und Tulpen", Start 21. Dezember), Schweden ist mit Liv Ullmanns "Trolösa" vertreten. Alle nominierten Filme, über die die Mitglieder der Europäischen Filmakademie in geheimer Wahl abstimmen, sind von Freitag bis Sonntag in jeweils einer Vorstellung im Berliner Arsenal-Kino zu sehen.

Neben dem Großen Preis werden unter anderem Preise für Darstellerin, Darsteller, Drehbuch und Kamera sowie Dokumentarfilm und die "europäische Entdeckung 2000" (Fassbinder-Preis) vergeben. Für sein Lebenswerk wurde, wie bereits gemeldet, der Schauspieler Richard Harris ausgezeichnet, Roberto Benigni und Jean Reno werden für ihren "europäischen Beitrag zum Weltkino geehrt. Zur festlichen Gala im Théâtre National de Chaillot, die von dem Schauspieler Rupert Everett und dem französischen Regisseur Antoine de Caunes moderiert wird, werden Premierminister Lionel Jospin und die Kulturministerin Catherine Tasca erwartet. Die Zeremonie wird am 9. Dezember auf 3sat übertragen.

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