FAMILIENKONZERTE„Das Zauberflötchen“ und andere : Reise in Sarastros Reich

Sonja Radde

Fast alle Opernsänger waren sehr gut gelaunt. Nur der Priester Sarastro machte von Anfang an so ein Gesicht, dass es aussah, als würde ihm ein Tablett mit Schimmelkäse unter die Nase gehalten. „Das Zauberflötchen“ ist eine kurze Fassung von der berühmten Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Während das Original fast drei Stunden dauert, werden in dieser 70-minütigen Aufführung im Kammermusiksaal der Philharmonie nur die wichtigsten Lieder gespielt. Bevor es losgeht, singt jeder Darsteller ein kurzes Stück aus seiner Rolle, und der Erzähler stellt sie vor. Statt einem ganzen Orchester begleitet nur ein Klavier die Sänger, trotzdem war die Musik sehr schön. Auch die Kostüme sind nicht so aufgemotzt, erfüllen aber ihren Zweck.

In dem Stück will die böse Königin der Nacht den Priester Sarastro umbringen und lügt deswegen dem ahnungslosem Prinz Tamino vor, ihre Tochter Pamina sei von Sarastro entführt worden. Tamino fällt aus lauter Liebe direkt darauf rein und beginnt mit Papageno, dem Vogelfänger, eine aufregende Reise in das Reich Sarastros.

Nebenbei erfährt man auch eine ganze Menge über Mozart und Schikanedener (der die Texte zur „Zauberflöte“ geschrieben hat). Ich fand die Aufführung witzig und originell. Die Zuschauer haben viel geklatscht und manchmal sogar mitgesungen. Sonja Radde

Kammermusiksaal der Philharmonie, nächste Familienkonzerte: Edvard Grieg, So 7.10. 11.30 Uhr, Geburtstagskonzert für Astrid Lindgren, So 3.11., 15.30 Uhr, Kinder bis 11 Jahre 8 €, Erw.: 11-15 €. Infos und Tickets: 0180/517 05 17. Sonja Radde ist 11 und lebt in Rudow.

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