Kultur : Filmfest Cannes mit Almodovár, Kaurismäki, Dresen

Beim 64. Filmfestival Cannes (11.–22. Mai) konkurrieren neue Filme von Aki Kaurismäki und Lars von Trier um die Goldene Palme, außerdem Pedro Almodóvars Rachethriller „La Piel que habito“ (Die Haut, in der ich wohne) mit Penelope Cruz, Terrence Malicks „Tree of Life“ mit Brad Pitt und Sean Penn, Nanni Morettis „Habemus Papam“ und „Le gamin au velo“ (Der Junge auf dem Fahrrad) von den belgischen Brüder Dardenne. Aus Deutschland sind zwei Koproduktionen dabei: In Kaurismäkis „Le Havre“, einer finnischfranzösisch-deutschen Produktion mit André Wilms und Kati Outinen, versucht ein Schuhputzer in Le Havre, ein Einwandererkind zu retten. In Lars von Triers apokalyptischem Drama „Melancholia“ mit Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg, ebenfalls mit deutscher Beteiligung, wird die Beziehung zweier Schwestern auf die Probe gestellt, als ein Planet auf die Erde zu stürzen droht.

Wie Festivalleiter Thierry Fremaux am Donnerstag im Paris mitteilte, finden sich unter den 19 Wettbewerbsbeiträgen außerdem „Michael“ von Markus Schleinzer aus Österreich sowie Werke des Rumänen Radu Mihaileanu, von Nuri Bilge Ceylan aus der Türkei und von Naomi Kawase sowie Takashi Miike aus Japan. Andreas Dresens „Halt auf freier Strecke“ läuft in der Nebenreihe „Un certain regard“; der Film mit Steffi Kühnert und Milan Peschel erzählt von einer glücklichen Familie, die aus ihrer Idylle gerissen wird, als der Vater die Diagnose Hirntumor erhält.

In der gleichen Reihe sind auch Beiträge von Gus van Sant, Bruno Dumont und Kim Ki-Duk angekündigt. Außer Konkurrenz ist unter anderem Jodie Fosters „The Beaver“ zu sehen: ein Familiendrama mit Mel Gibson und der Regisseurin in den Hauptrollen, das in Deutschland am 19. Mai auch in die Kinos kommt. Leiter der Wettbewerbsjury ist Robert de Niro; eröffnet wird das Festival mit Woody Allens „Midnight in Paris“, in dem Carla Bruni mitspielt. chp

0 Kommentare

Neuester Kommentar