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Stars & Sternchen

Das ge-fellt. Mario und Monique Adorf kuscheln bei der BMW-Party. Foto: dpa
Das ge-fellt. Mario und Monique Adorf kuscheln bei der BMW-Party. Foto: dpaFoto: dapd

ZAHLTAG FÜR TIL SCHWEIGER

Mit einem Scheck unter dem Arm kam Til Schweiger am Samstag zum Empfang des Medienboards Berlin-Brandenburg ins Hotel Ritz Carlton. 900 000 Euro Förderung zahlte er für seinen Film Kokowääh zurück – und brach damit einen Rekord: So schnell hat bisher kein Filmmacher das Geld zurück bezahlt, sagten die Medienboard-Geschäftsführer Kirsten Niehuus und Elmar Giglinger. Erst Ende Januar war Kokowääh gestartet, hat aber nach Angaben von Produzent Tom Zickler bereits 12 Millionen Euro eingespielt. Ein gutes Zeichen für das Kinojahr 2011, hofft Niehuus. Entsprechend positiv war die Stimmung auf dem Empfang, der einem Familientreffen der Filmbranche gleichkommt. Die Riege der deutschen Schauspieler war nahezu versammelt vertreten, Nadja Uhl traf auf ihren „Männerherzen“-Kollegen Florian David Fitz, Tom Tykwer kam mit seinen „Drei“-Darstellern Sophie Rois und Sebastian Schipper, Matthias Schweighöfer amüsierte sich mit „Rubbeldiekatz“-Regisseur Detlev Buck und „Pina“-Regisseur Wim Wenders hatte vor lauter guten Gesprächen schon gar keine Stimme mehr. sop

DIE BLAUMACHER VON DER ARD

Zeit, sich seine rote Fliege umzubinden, hatte Dieter Kosslick noch nicht. Schnell kramt er sie aus seiner Anzugtasche, bevor er fotografiert wird. Schick will der Berlinale-Chef trotz Terminstress aussehen, den ganzen Tag war er unterwegs, abends standen vier Partys auf dem Programm. „Mehr schafft man nicht“, sagte Kosslick. Am Freitag wurde das Party-Wochenende eingeläutet und wie viele Prominente feierte auch Kosslick als erstes beim Ersten. Zur „Blue Hour“ hatte die ARD Degeto ins Museum für Kommunikation geladen, das für den Abend in „Tagesschau“-Blau leuchtete. Viele ARD-Stars waren gekommen, die Grandes Dames Iris Berben, Senta Berger und Uschi Glas ebenso wie Mario Adorf. „Tatort“-Kommissar Richie Müller kam lässig in Turnschuhen und Regisseur Dieter Wedel hatte vorsichtshalber seine Sonnenbrille dabei – man weiß ja nie, wie grell das Blitzlicht noch wird. Das entsprechende Gewitter bekam dann aber Veronica Ferres ab, die Kosslick zum Eröffnungsfilm „True Grit“ gratulierte. „Ich war die, die aus der Ecke heraus immer so laut geschrien hat“, sagte sie, so sehr habe sie der Film gepackt. sop

DER BMW-PARTYMOTOR SURRT

Sponsoren finden oft nicht die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen. Bei der Berlinale ist das etwas anders, denn die fordert immer wieder zu „Standing Ovations“ für die offiziellen Partner auf. Und in der zweiten Berlinale-Nacht trumpfte Berlins BMW-Chef Hans-Reiner Schröder im Borchardt auf. Für die Vorfahrt der Stars mit Limousinen aus seinem Haus hatte er sogar die Französische Straße sperren lassen. Klaus Wowereit war verwundert, dass der BMW- Chef das hingekriegt hatte. „Ist ja Bezirkssache“, sagte er vielsagend. Verkehrsminister Peter Ramsauer, der ebenfalls gekommen war, hatte also nicht mitgeholfen. Sänger Zucchero kam ganz im Berlinale-Stil mit Hut, aber viele ließen sich auch während seines Auftritts vom Reden nicht abbringen. Die Schauspieler Til Schweiger, Mario Adorf, Uwe Ochsenknecht, Maria Furtwängler, Jasmin Tabatabai, Uschi Glas, Veronica Ferres, die Produzenten Regina Ziegler und Nico Hoffmann, Maler Markus Lüpertz, die Moderatoren Bettina Cramer, Katja Burkard und Cherno Jobatey, Sängerin Vicky Leandros, die Regisseure Dieter Wedel und Oskar Roehler und Gazprom-Chef Vladimir Kotenev hatten keine Angst vor dem Gedränge. Das Kuschel-Gefühl im Hin- und Her-Gewoge, die hohen Temperaturen, wenn es richtig eng wird, schätzt man gerade im Glamour-Geschäft als Ausgleich zu den Härten des schönen Scheins offenbar sehr. Für Münchens Olympia-Botschafterin Katarina Witt war es nur ein Boxenstopp, gerade aus Brasilien zurück, wollte sie gleich wieder aufbrechen und zwischendrin mal einen Partyabend genießen. Dafür ist das Berlinale-Berlin bestens geeignet. Auch Jade Jagger, die eigentlich als DJane verpflichtet worden war, ließ sich anstecken vom Dolce-Vita-Gefühl, das sich während der für viele Nonstop-Kinogucker anstrengenden Berlinale eben auch mal breit macht: „Nein, ich will nicht auflegen“, verkündete sie um halb eins, trank lieber noch ein Glas auf dem Sofa neben dem Pult. Die meisten Gäste bekamen davon nichts mit. Pläne schmieden geht vor. Der Regierende freute sich jedenfalls auf ein Wochenende im Kino.Bi

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