Golden Globes : Henckel von Donnersmarck fällt dreifach durch

Mit dem Film "Das Leben der anderen" hatte Florian Henckel von Donnersmarck den Oscar gewonnen. Das wird ihm mit "The Tourist" nicht passieren. Kleiner Trost: Er ist nicht der einzige deutsche Regisseur, der ohne Golden Globe nach Hause geht.

Bei der Deutschland-Premiere zu "The Tourist" waren sie noch gut gelaunt: Florian Henckel von Donnersmarck, Angelina Jolie und Johnny Depp (v. l.).
Bei der Deutschland-Premiere zu "The Tourist" waren sie noch gut gelaunt: Florian Henckel von Donnersmarck, Angelina Jolie und...Foto: dpa

Golden-Globe-Triumph für „The Social Network“, Niederlage für „The Tourist“: David Finchers biografisches Drama über die Entstehung des sozialen Netzwerkes Facebook wurde in der Nacht zu Montag mit vier Golden Globes ausgezeichnet, als bestes Drama, für Regie, Drehbuch und Filmmusik.

Der romantische Thriller „The Tourist“ von Florian Henckel von Donnersmarck fiel bei der Preisvergabe in Beverly Hills dreifach durch. Seine Hauptdarsteller Angelina Jolie und Johnny Depp gingen leer aus. In der Sparte „Beste Komödie/Musical“ machte ihm die Kinokomödie „The Kids Are All Right“ den Sieg streitig. Der Film über ein lesbisches Paar, dessen Kinder ihren biologischen Vater kennenlernen wollen, brachte Annette Bening die Trophäe als beste Komödien-Darstellerin ein. Auch der deutsche Regisseur Robert Schwentke ging ohne Globe nach Hause. Seine US-Produktion „R.E.D - Härter, älter, besser“ war in derselben Sparte wie „The Tourist“ nominiert gewesen.

Filmkomponist Hans Zimmer konnte keine weitere Globe-Trophäe holen. Der gebürtige Frankfurter war für die Vertonung des Films „Inception“ von Regisseur Christopher Nolan nominiert gewesen. Die Trophäe ging an Trent Reznor, der die Musik für den Film „The Social Network“ komponierte. Seine bisher einzige Globe-Trophäe gewann Zimmer 1995 mit der Musik für den Trickfilm „Der König der Löwen“.

Bei seinem Siegeszug setzte sich „The Social Network“ gegen den Psychothriller „Black Swan“, das Boxdrama „The Fighter“, den Science-Fiction-Streifen „Inception“ und das Historiendrama „The King's Speech“ durch.

Mit sieben Nominierungen war „The King's Speech“ als großer Favorit in den Trophäenwettbewerb gezogen. Der britische Schauspieler Colin Firth holte als stotternder König George VI. am Ende die einzige „King“-Trophäe.

Als beste Hauptdarstellerin setzte sich Natalie Portman als Balletttänzerin in „Black Swan“ gegen die Mitstreiterinnen Halle Berry („Frankie and Alice“), Nicole Kidman („Rabbit Hole“), Jennifer Lawrence („Winter's Bone“) und Michelle Williams („Blue Valentine“) durch. Als beste Darsteller in Nebenrollen wurden Melissa Leo und Christian Bale als Mutter und Sohn in David O. Russells Boxerdrama „The Fighter“ geehrt. Statt Johnny Depp kam Paul Giamatti für seine Rolle in „Barney's Version“ als Komödien-Star zu Ehren.

Die nach den Oscars wichtigsten US-Filmtrophäen wurden in 25 Film-und Fernsehkategorien von Hollywoods Auslandspresse verliehen.

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