Kultur : Hörtest: Pop

ghl

Sie selbst scheint nicht zu altern und auch nicht ihre Musik. Laurie Andersons Platten sind erstarrte Momente. Auch "Life On A String" (None such / Warner) ist nach siebenjähriger Pause eine Fortsetzung des großen, langsamen Anderson-Kontinuums. Diesmal steht die Violine im Vordergrund, die sie früher nur meist mit äußersten Verfremdungsmitteln spielte. Jetzt traut sie sich das ganze Gefühlspektrum zu. Vom Orchesterschmelz bis zum Wimmern der mongolischen Pferdkopfgeige - eine ungewohnte, un-ironische Laurie Anderson. Eine warmherzige Platte. Ein Trost in diesem unbehausten Herbst.

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