Kultur : Internationale Jury: Bonnaire und Bier sagen ab

Die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire und die dänische Regisseurin Susanne Bier haben überraschend ihre Teilnahme an der diesjährigen Wettbewerbs-Jury abgesagt. Bonnaire könne aus familiären Gründen nicht die gesamte Zeit in Berlin verbringen und müsse daher ihr Jury-Mandat niederlegen, meldet die Berlinale. Sie wolle aber am kommenden Mittwoch zumindest ihre Lecture beim Talent-Campus halten.

In Fall von Bier seien die Vorbereitungen ihres neuen Films in letzter Minute dazwischen gekommen. Eigentlich wollte Bier nach dem Festival in die USA aufbrechen. Sie musste diese Reise jedoch kurzfristig vorverlegen. „Ein unvorhergesehener Zwischenfall erfordert meinen sofortigen beruflichen Einsatz an anderer Stelle. Aus diesem Grund kann ich leider meine Aufgabe als Jury-Mitglied nicht wahrnehmen“, ließ die 47-jährige Regisseurin, die in Deutschland mit ihrem Dogma-Film „Open Hearts“ bekannt wurde, über die Berlinale mitteilen.

Die beiden fehlenden Jury-Mitglieder werden nicht ersetzt. Damit hat die Jury mit ihrem Präsidenten Constantin Costa-Gavras nur sechs Mitglieder: die Schauspielerinnen Diane Kruger und Shu Qi, den Szenenbildner Uli Hanisch, den Sound-Designer Walter Murch und den Produzent Alexander Rodnyansky. Eine Jury mit sechs Mitgliedern – ein beispielloser Vorgang in der Festival-Geschichte? Berlinale-Pressesprecherin Frauke Greiner kann sich an eine vergleichbare Situation nicht erinnern. „Das ist sehr bedauerlich, aber wir haben in beiden Fällen volles Verständnis dafür“, so Greiner. „Es sind ungewöhnliche Umstände, und die Gründe sind triftig.“ juh

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