Internet-Preis : Anwärter auf Grimme Online Award nominiert

Die Kommission für die Vorauswahl zum Grimme Online Award hat die öffentlich-rechtlichen Internet-Angebote kritisiert. Die Auftritte seien "übervorsichtig und zögerlich". Der Award wird für Qualität im Internet vergeben.

Düsseldorf - Die Öffentlich-Rechtlichen verzichteten zu oft auf Experimente und neue Darstellungsformen, seien selten "auf Augenhöhe mit den Usern", urteilte das vom Adolf-Grimme-Institut berufene Gremium. Dennoch sind unter den 20 Nominierungen aus 1300 Vorschlägen vier öffentlich-rechtliche Angebote: "Polylog" (Rundfunk Berlin-Brandenburg), Weihnachten global (ZDF), "Logo!" (ZDF) und "Almenrauschen und Bauernsterben" (Bayerischer Rundfunk).

Auffälligster Trend sei die Weiterentwicklung im Bereich Online-Video. Besonders stark vertreten seien die Online-Angebote der Wochenzeitung "Die Zeit" mit drei Nominierungen. Die Jury hob auch das Weblog NPD-Blog hervor, das umfassend "mit bemerkenswertem persönlichen Engagement" über Rechtsextremismus informiere. Die Preisträger sollen am 20. Juni in Köln bekannt gegeben werden.

Preis misst Qualität im Internet

Mit dem Grimme Online Award wird seit dem Jahr 2001 vom Adolf-Grimme-Institut Qualität im Internet ausgezeichnet. In drei Kategorien ("Information", "Wissen und Bildung", "Kultur und Unterhaltung") werden insgesamt maximal sechs Preise vergeben. Zusätzlich kann ein Sonderpreis vergeben werden. Der Grimme Online Award Information will herausragende Beiträge des Online-Journalismus und der Informationsvermittlung auszeichnen.

Eine Nominierungskommission und eine Jury - Journalisten, Medienwissenschaftler, Internet-Experten und Fachleute aus Kultur und Bildung - bewerten inhaltliche, funktionale und gestalterische Aspekte der Internet-Angebote. (tso/dpa)

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