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Fahrradkino : Das Rad neu erfinden

15.11.2012 19:33 Uhrvon
Fahrradfreunde, hier ein Bild von einem Fahrradflashmob in Budapest, kommen auch beim Interfilm-Kurzfilmfestival in Berlin auf ihre Kosten. Foto: dapdBild vergrößern
Fahrradfreunde, hier ein Bild von einem Fahrradflashmob in Budapest, kommen auch beim Interfilm-Kurzfilmfestival in Berlin auf ihre Kosten. - Foto: dapd

Interfilm bleibt Berlin treu: Auf dem Kurzfilmfestival darf ein Abend ganz im Zeichen des Zweirads nicht fehlen.

Verkehrspolitik hin oder her, eines ist offensichtlich: Berlin ist schon längst eine Fahrradstadt. Mehr als 40 Blogs beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Thema Fahrradfahren in all seinen Variationen, weitaus mehr als in irgendeiner anderen deutschen Stadt. Da geht es um raue Sitten im Verkehr, um Modefragen, um die besten Routen durch oder um die Stadt herum, um Sport und Entspannung, um Do-it-yourself-Tipps und vieles mehr. Man muss sich nur mal durch die ganze Vielfalt der Rad-Blogs klicken (Eine Übersicht hier), um zu begreifen: Das Rad-Universum ist groß und es expandiert.

Denn seine Bewohner gehen immer wieder neue Wege, kombinieren neue Produkte mit eigenen Ideen, gehen an ihre Grenzen und beweisen damit: Das Rad neu erfinden geht eben doch!

Am Donnerstagabend treffen sich ab 21:00 Uhr Fahrrad- und Filmfreunde zum Kinoabend im Roten Salon. Kurator Christoph Schulz hofft auf ein "buntes Publikum". Wer sich dazu gesellen möchte, sollte früh kommen, die Veranstaltung ist beliebt.

Das Programm nennt sich "Bike Shorts", läuft bereits zum zweiten Mal im Rahmen des interfilm Festivals und zeigt witzige und poetische Animationen, vier Dokumentationen, ein Drama und einen sportlichen Musikclip. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Programm insgesamt filmischer und anspruchsvoller, sagt Schulz. Lange hat er sich dafür durch Fahrradblogs gewühlt und Filme ausgesucht, "die herausfordern". Es geht unter anderem um Doping, um unsichtbare Helme und soziale Projekte. Was Fahrräder so alles bewegen können!

Besonders interessant für die Berliner: die Dokumentation "Brussels Express", denn die könnte genausogut "Berlin Express" heißen und in der Hauptstadt spielen. Am Alltag der Fahrradkuriere - einer Branche, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab - wird gezeigt, wie rau es auf den Straßen Brussels mittlerweile zugeht. Wie in Berlin wächst der Anteil der Radfahrer am Verkehr rasant - eigentlich ein Vorgang, den die Politik begrüßt. Doch er bringt auch seine Probleme mit sich. Regisseur Sander Vandenbroucke lässt viele Akteure zu Wort kommen. Eine praktikable Lösung,  mit der alle leben können kommt dabei leider nicht heraus. Immerhin: Durch das interfilm Festival lernen sich nun zwei Städte kennen, die vieles gemeinsam haben, und die vielleicht voneinander lernen können. Wer will, kann damit auch gleich anfangen: Regisseur Vandenbroucke ist heute Abend auch da und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
"Bike Shorts" - Heute Abend im Roten Salon, 21 Uhr und am Sonntag, 18.11. um 17 Uhr im Passage Kino.
Tipps für das Freitags-Programm:
14:30 Uhr, Babylon: Neue Niederländische Animationen, Sonderprogramm
16:00 Uhr, Volksbühne: Pitch Me & Your Screen, Event
18:30 Uhr Babylon: Ausfälle und Überfälle, Internationaler Wettbewerb
20:00 Uhr, Volksbühne: Sound & Vision, Event

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