Leserjury : Jules und Jim

Tagesspiegel-Leserjurorin Anna Dabrowski, 32, ist ein Fan von Truffaut-Filmen

Protokoll: Jan Oberländer
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Anna Dabrowski. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ich bin in Stettin geboren, mit fünf Jahren bin ich nach West-Berlin gekommen. Zwischendurch war ich drei Jahre in London. Ich bin Produkt- und Grafikdesignerin, ich gestalte alles, was nützlich ist, aber auch eine gewisse Schönheit hat: von der Badewanne bis zum Bürostuhl. Ich würde auch gern mal Fakeprodukte für Filmproduktionen entwerfen. Ich schaue da immer besonders drauf, auf die Räume und Situationen, die da eigens gebaut werden. Die Liebe zum Kino habe ich durch einen Freund entdeckt. Er hat versucht, mich anzumachen, vor zehn Jahren oder so. Wir haben uns alle Truffaut-Filme zusammen angeschaut, da gab es gerade eine Retrospektive, das war toll. Mit dem Freund hat es dann nicht geklappt, aber Truffaut finde ich immer noch ziemlich gut. Ich bin nicht auf eine bestimmte Art Film festgelegt, Hauptsache, er macht eine Aussage, die man nicht vergisst. Auf der letzten Berlinale hat mich „Alle anderen“ von Maren Ade überrascht. Der war sehr nackt, sehr direkt. Dem hätte ich den Goldenen Bären gegeben. Protokoll: Jan Oberländer

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