Kultur : Konservatives Gegenstück zur Expo

Das internationale Festival Theaterformen der Städte Braunschweig und Hannover wird sich zur Expo 2000 mit dem größten Programm seit seinem Bestehen präsentieren. Über 100 Aufführungen sind zwischen 7. Juni und dem 9. Juli geplant. Der Intendant des Staatstheaters Hannover, Ulrich Khuon, machte deutlich, dass "das Festival auch danach als Biennale fortgeführt werden wird".

Direktorin Marie Zimmermann kündigte mehrere Schwerpunkte in dem Programm an, das an 33 Spieltagen mit 31 internationalen Produktionen mit vier Uraufführungen und fünf Koproduktionen aufwarten will. In der Kategorie Regietheater wird unter anderen Regisseur Peter Zadek seinen "Hamlet" zeigen. Pina Bausch ist mit dem Tanztheater "Kontakthof" angefragt. Das Figurentheater ist mit der deutsch-israelischen Koproduktion "Kinder der Beste" vertreten.

Zimmermann erklärte, dass sie zum "Zukunftsprogramm der Expo" "konservative Theaterformen" in Kontrast stellen wolle. Es werde kein "Multimedia- oder Video-Theater" geben. Theaterformen sei ein "Low Tec Festival mit Sprache, Menschen, Schauspielern und Bühne" und "könne nicht aus dem Internet heruntergeladen werden".

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