Kultur : Neue Direktorin für das Berliner Kollwitz-Museum

Josephine Gabler übernimmt zum 1. April 2018 die Leitung des Käthe-Kollwitz-Museums

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Josephine Gabler
Josephine GablerPromo

Die Kunsthistorikerin Josephine Gabler wird neue Direktorin des Käthe-Kollwitz-Museums in Berlin. Das teilte das Museum am Dienstag mit. Die 1961 geborene Expertin für die Kunst des 20. Jahrhunderts leitet derzeit noch das Museum Moderne Kunst Wörlen in Passau. Im kommenden April wird Gabler ihre neue Aufgabe am Käthe-Kollwitz-Museum übernehmen. Berlin kennt sie schon. Gabler war zuvor am Georg-Kolbe-Museum für Sonderausstellungen sowie den Anbau und Renovierungsarbeiten im Museum zuständig und hat in Berlin an der FU studiert.

Muss das Kollwitz-Museum Platz machen für ein Exilmuseum?

Ihre neue Aufgabe ist nicht ganz leicht, steht die Kollwitz-Sammlung doch vor einer ungewissen Zukunft. Nach 30 Jahren in der Fasanenstraße muss das private Museum, das an die Grafikerin, Malerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867-1945) erinnert, womöglich bald einen neuen Standort suchen. Der Berliner Kulturgrande Bernd Schultz, dessen „Stiftung Bernd Schultz in Erinnerung an Hans Pels-Leusden“ das Haus gehört, erwägt, statt der Kollwitz-Sammlung künftig einem Exil-Museum in der Fasanenstraße Raum zu geben. Die bisherige Leiterin des Kollwitz-Museums Iris Berndt hatte ihr Amt Ende August aus persönlichen Gründen abgegeben.

Die Standortsuche könnte Gablers neue Aufgabe sein

Nächste Woche soll sich endgültig entscheiden, ob die angedrohte Kündigung des Mietvertrags wirksam wird – und zu wann. Sah es zunächst so aus, als würde das Museum Ende 2018 neue Räume suchen müssen, könnte es nun schon ab Mai nächsten Jahres soweit sein, heißt es aus dem Museum. Auf Josephine Gabler kommt also nicht nur die Suche nach einem neuen Standort zu, sondern gegebenenfalls auch die Planung von Baumaßnahmen.

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