Kultur : Kulturnachrichten: Bruno Ganz - Ulrich Eckhardt - W. G. Sebald

Bruno Ganz wird auf der Expo den "Faust" nicht spielen können. Ob er überhaupt noch in Hannover auftreten kann oder erst später in Berlin und Wien, steht noch nicht fest. Premiere der über zwanzigstündigen Goethe-Inszenierung ist am 22./23. Juli. Der 59-jährige Ganz war vor vier Wochen bei Proben von einer Leiter gestürzt, hatte sich an der Hüfte verletzt und den Handwurzelknochen gebrochen. Christian Nickel (31), der Darsteller des jungen Faust, soll nun den ganzen Goethe spielen. Regisseur Peter Stein wollte sich gestern zu dem Ausfall seines Stars nicht äußern.

Ulrich Eckhardt, der scheidende Intendant der Berliner Festspiele, hat sich gegen eine hundertprotzentige Übernahme der Festspiele durch den Bund ausgesprochen. "Mir wäre auch weiterhin eine finanzielle Beteiligung Berlins an den Festspielen lieber", sagte er dem "Berliner Kurier". Denn: "Wer das Geld gibt, der hat auch den Einfluss". Eckhardt kann sich auch vorstellen, die Landeszahlungen für einige Jahre auszusetzen, und später bei einer besseren Haushaltskasse wieder einzusteigen.

W. G. Sebald erhält den Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. Der in England lebende Schrifsteller ("Die Ringe des Saturn") nimmt die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung am 13. Dezember, Heines Geburtstag, entgegen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar