Kultur : "Liste 01": Die Alternative

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Die Videos des Baloise-Kunstpreisträgers Ross Sinclair waren noch vor zwei Jahren bei seiner Galerie "The Agency" auf der Alternativmesse "Liste" zu weit günstigeren Preisen zu erwerben. Nachdem die "Art" sich in den vergangenen Jahren verstärkt für junge Kunst engagierte, schien die "Liste" in der ehemaligen Brauerei Warteck überflüssig geworden zu sein. Zuletzt wirkten viele Kojen unentschieden und kleinteilig.

In diesem Jahr hat sich das geändert, insbesondere junge Galeristinnen trumpfen unter den 43 Teilnehmern auf: Die Berlinerin Giti Nourbakhsch zeigt Wandarbeiten von Katja Strunz und die konzeptuellen Gemälde der in London lebenden Künstlerin Tomma Abts, die eine Kritikerin als "Blumen an der Wand" bezeichnete - noch sind diese für 4800 Mark zu haben. Hervorragende Kojen präsentieren auch Joanna Kamm mit einer Videoarbeit von Rob Johannesma, der zu den Entdeckungen der Biennale in Venedig zählte, Karin Guenther aus Hamburg mit Jeanne Faust und die Galerie BQ aus Köln mit Bojan Sacevc. Schon alter Hase auf der "Liste" ist die Warschauer Galerie Foksal - diesmal zeigt sie Arbeiten der in Deutschland lebenden Polin Katarzyna Jozefowicz, die auf der zweiten Berlin Biennale reüssierte.

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