Mit 85 Jahren : Jazz-Legende Paul Kuhn gestorben

Paul Kuhn war einer der bekanntesten Musiker des Landes. Er wurde in den 50ern und 60ern durch Schlager wie „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ und Fernsehshows wie „Hallo Paulchen“ populär. Nun ist die Jazz-Legende im Alter von 85 Jahren gestorben.

Die, wie er nach dem Krieg als Pianist in Army- Clubs spielt und als einziger deutscher Musiker eine Festanstellung beim amerikanischen Soldatensender AFN bekommt. Die, wie er in den 50ern und 60ern durch Schlager wie „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ und Fernsehshows wie „Hallo Paulchen“ populär wird.Alle Bilder anzeigen
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11.03.2013 18:47Die, wie er nach dem Krieg als Pianist in Army- Clubs spielt und als einziger deutscher Musiker eine Festanstellung beim...

Der Sänger, Jazz-Pianist und Bandleader Paul Kuhn ist tot. Er starb in der Nacht zu Montag im Alter von 85 Jahren. Kuhn sei während eines Kuraufenthaltes in Bad Wildungen in Hessen im Beisein seiner Ehefrau gestorben, erklärte seine Musik-Agentur. Die Trauerfeier werde im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden.

Kuhn war seinerzeit einer der populärsten Entertainer der Showbranche. Er wurde vor allem als „Mann am Klavier“ und mit Unterhaltungsliedern wie „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ berühmt.
„Paulchen“ Kuhn, wie der Musiker oft genannt wurde, machte sich außerdem als Bandleader großer Rundfunk-Unterhaltungsorchester wie dem des damaligen Senders Freies Berlin (SFB) einen Namen. Der leidenschaftliche Jazzmusiker machte so den Swing im Nachkriegsdeutschland bekannt.

Beliebt wurde Kuhn auch als Entertainer mit Fernsehshows wie „Pauls Party“ oder „Hallo Paulchen“ an der Seite von Stars wie Peter Alexander, Peter Frankenfeld und Harald Juhnke.
Der am 12. März 1928 in Wiesbaden geborene und zuletzt in der Schweiz lebende Kuhn hatte nach dem Krieg in West-Berliner Bars und beim US-Soldatensender AFN in Deutschland begonnen und wurde bald auch im deutschen Hörfunk und Fernsehen mit seinen Stimmungsliedern berühmt. Zu seinen beruflichen Wegbegleitern gehörten unter anderem Sänger wie Caterina Valente, Gitte Haenning und Udo Jürgens.

Kuhn ist unter anderem mit der Goldenen Kamera, dem Deutschen Schallplattenpreis und 2010 mit einem Jazz-Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. 2003 wurde er „Klavierspieler des Jahres“.
Der Mann mit der markant-sonoren Stimme sorgte auch für einen Schuss Ironie in den deutschen Musikshows. Dabei hatte er auf seinen ersten Hit „Geben Sie dem Mann am Klavier noch 'n Bier“ erst gar keine Lust, sah er sich doch mehr als ernsthaften Jazzmusiker. Aber das Lied wurde zu seinem Markenzeichen.
In den vergangenen Jahren verschlechterte sich Kuhns Gesundheit.

2005 musste er sich einer Herzoperation unterziehen, 2007 erkrankte er an einer Gürtelrose, schließlich hörte er immer schlechter und die Sehkraft ließ nach. Dennoch machte Kuhn weiter Musik und nahm sogar ein neues Album auf, das im März erschien. Aus gesundheitlichen Gründen sagte der Pianist dann jedoch einige Konzerte im Frühjahr ab.(DPA)

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