Nachruf Karl-Heinz Jakobs : Schrifsteller Karl-Heinz Jakobs ist tot

Mit "Beschreibung eines Sommers" wurde er in der DDR zum Bestsellerautor. Nun ist Karl-Heinz Jakobs 86-jährig gestorben.

Zwischen Ost und West. Karl-Heinz Jacobs.
Zwischen Ost und West. Karl-Heinz Jacobs.Foto: Wikipedia

Mit „Beschreibung eines Sommers“  gelang ihm 1961 einer der größten Romanerfolge der DDR. Das Buch wurde mit Manfred Krug in der Hauptrolle verfilmt. Am Mittwoch ist Karl-Heinz Jakobs nun nach kurzer schwerer Krankheit mit  86 Jahren in einem Krankenhaus seiner nordrheinwestfälischen Wahlheimat Velbert gestorben Jakobs, der 1972 den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR erhielt, wurde am 20. April 1929 im ostpreußischen Kiauken geboren. Noch in den letzten Kriegsmonaten wurde er als Flakhelfer zur Wehrmacht eingezogen und versuchte sich nach dem Krieg in verschiedenen Berufen, bevor er ans Leipziger Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ delegiert wurde. Von 1958 an arbeitete er als Schriftsteller und debütierte im Jahr darauf mit dem Gedichtband „Guten Morgen, Vaterlandsverräter“. Später erzielten auch Werke wie „Eine Pyramide für mich“, „Der Interviewer“ oder „Wüste kehr wieder“ hohe Auflagen. Da Jakobs zu den Unterzeichnern des Manifests gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns gehörte, wurde er 1977 aus der SED und zwei Jahre später auch aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. 1981 erhielt er die Genehmigung, zusammen mit seiner Frau in die Bundesrepublik auszureisen. Zu dieser Zeit lebte er in Falkensee bei Berlin. Nach der Umsiedlung in den Westen erschienen u.a. weitere Romane wie „Die Frau im Strom“ oder „Das endlose Jahr“. 1999 feierte er mit „Leben und Sterben der Rubina“ ein Comeback. In dem Tatsachenroman schildert er den Leidensweg der aus Deutschland nach Moskau geflohenen Kommunistin Dorothea Garai, die zehn Jahre in einem sibirischen Arbeitslager und weitere zehn Jahre in der Verbannung verbringen musste, ehe sie 1955 die Sowjetunion verlassen durfte. Tsp

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