Kultur : Nahost-Gipfel: Ehud Barak - der Premier kann nur verlieren

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Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak befindet sich in den Meinungsumfragen im freien Fall. Er liegt nun gegenüber seinem Vorgänger Benjamin Netanjahu mit nur noch 30 Prozent Unterstützung gegenüber 46 Prozent für "Bibi" hinten. Seine optimale Zielvorgabe für Sharm el-Sheikh: Waffenstillstand, Verhinderung einer internationalen Untersuchungskommission, Festlegung eines Datums für die Neuaufnahme der Verhandlungen.

Schafft er letzteres, so droht ihm ein Scheitern in letzter Minute seiner Bemühungen um eine Notstandsregierung, weil laut Likud-Opposition in den Kämpfen der letzten Tage der Osloer Friedensprozess endgültig begraben worden ist. Ohne eine solche Regierung unter Einschluss (fast) aller Parteichefs, und damit auch mit Oppositionsführer Ariel Scharon, droht Baraks Sturz spätestens Ende des Monats. Denn dann kehrt das Parlament aus den Ferien zurück und wird ihm entweder mit absoluter Mehrheit das Misstrauen aussprechen oder aber seine eigene Auflösung und damit vorzeitige Neuwahlen beschließen.

Barak kann beim Gipfel in Sharm el-Sheikh demnach fast nur verlieren: entweder gegen Arafat oder aber seine eigene Macht.

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