Neue Anwaltsserie : Mit George Michael ins Gericht

Privatsender Pro Sieben baut sein TV-Angebot weiter aus: Am Mittwoch startet die US-Erfolgsserie "Eli Stone". Angelina Jolies Ex-Mann Jonny Lee Miller rockt dann zusammen mit George Michael durch die Anwaltskanzlei.

Eli Stone
George Michael rockt in neuer TV-Serie "Eli Stone". -Foto: Pro Sieben

HamburgWas würden Sie machen, wenn plötzlich George Michael in Ihrem Esszimmer erscheint und seinen Hit "Faith“ schmettert? Die Polizei rufen? In Ohnmacht fallen? Der junge Anwalt Eli Stone entscheidet sich für Letzteres. Als er wieder aufwacht, ist der britische Pop-Sänger zwar verschwunden. Doch bald trifft er im Foyer seiner Firma wieder auf ihn - allerdings ist er der einzige, der ihn hört und sieht. Bald folgen weitere Halluzinationen, die sein perfektes Leben vollkommen auf den Kopf stellen. Pro Sieben zeigt die US-Serie "Eli Stone“ von diesem Mittwoch an um 20.15 Uhr.

Eigentlich könnte es für Eli (Johnny Lee Miller) nicht besser laufen: Er macht Karriere in einer Top-Kanzlei in San Francisco, trägt nur Armani, fährt teure Autos und ist mit Taylor Wethersby (Natasha Henstridge), der hübschen Tochter seines Chefs, verlobt. Als seine Visionen beginnen, steckt er gerade mitten in einem kniffligen Fall. Eine Mutter verklagt seinen Mandaten, eine große Pharmafirma, deren Tabletten ihren Sohn krank gemacht haben sollen. Vorsichtshalber geht Eli zum Arzt, der seine Tagträume aber mit Stress abtut. "Was soll ich machen, falls George Michael wieder kommt?“ fragt Eli verzweifelt. "Ein Foto“, antwortet der Arzt lakonisch.

George Michael spielt sich selbst

An Gelegenheiten wird es Eli im Laufe der 13 Folgen nicht mangeln. Es folgen weitere Auftritte des Popstars - was dem Produzenten und George-Michael-Fan Greg Berlanti zu verdanken ist. Außerdem werden viele von Elis Visionen von George Michaels Musik begleitet, weshalb jede Folge nach einem seiner Stücke benannt ist. In den USA kam die Mischung aus Drama, Komödie und Fantasy so gut an, dass der Sender ABC in diesem Herbst eine zweite Staffel ausstrahlen will.

Das Konzept von "Eli Stone" erinnert damit ein bisschen an die erfolgreiche Anwaltsserie "Ally McBeal", in der der Hauptdarstellerin ebenfalls Visionen in Gestalt von Al Green, Gloria Gaynor und Barry White erscheinen. Für die exzentrische Ally sind sie eine willkommene Flucht aus dem Alltag. Auch Eli lernt, seine Halluzinationen zu akzeptieren - und wird so zu einem besseren Menschen.

Im Gegensatz zu "Ally McBeal" - bekannt für aberwitzige Charaktere und Fälle - verzichtet die Serie aber auf weitere Verrücktheiten. Elis Kollegen sind normal bis langweilig, die Fälle eher gewöhnlich. Auch für seine Erscheinungen gibt es eine natürliche Erklärung: Schuld ist ein nicht operables Aneurysma im Gehirn, was die Ärzte nach einer zweiten Untersuchung entdecken. (sgo/dpa)

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