• Neuer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker: Kirill Petrenko tritt sein Amt in Berlin 2019 an
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Neuer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker : Kirill Petrenko tritt sein Amt in Berlin 2019 an

2018 sollte Kirill Petrenko Nachfolger von Simon Rattle werden. Doch er kommt erst ein Jahr später als Chefdirigent nach Berlin. Und der Bayerischen Staatsoper bleibt Petrenko bis 2021 erhalten.

Kirill Petrenko und Intendant Nikolaus Bachler Foto: Sven Hoppe/dpa
Noch in München: Generalmusikdirektor Kirill Petrenko (l.), ab 2019 Philharmonikerchef, und Nikolaus Bachler, Intendant der...Foto: Sven Hoppe/dpa

Kirill Petrenko wird im Herbst 2019 sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker antreten. Die Berliner Philharmoniker hatten ihn im Juni zum neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt, als Nachfolger von Sir Simon Rattle, der das Pult 2018 verlässt - das Orchester wird also ein Jahr lang ohne amtierenden Chefdirigenten seiner Arbeit nachgehen. Kein Problem, heißt es aus dem Scharoun-Bau. Zahlreiche Gastdirigenten sind den Philharmonikern verbunden, die Orchesterdemokratie des Ensembles hat Übung mit Selbstverwaltung, und das Programm füllt sich gleichsam von selbst.

Der jetzt 43-jährige Petrenko wird aber schon ab der Saison 2016 als Gastdirigent in Berlin auftreten, für 2018/2019 sind mehrere Konzertprogramme mit ihm vorgesehen, sowohl in Berlin als auch auf Tournee. Gleichzeitig hat er seinen Vertrag bei der Bayerischen Staatsoper bis 2021 verlängert. Dies bedeutet eine Übergangszeit von drei Jahren, in denen er mit unterschiedlicher Gewichtung hier wie dort präsent ist.

2018/2019 wird er hauptsächlich in München tätig sein, 2019/2020 hat er beide Ämter inne, als Generalmusikdirektor in München und Chefdirigent in Berlin, wobei er in Berlin noch eine verringerte Anzahl von Konzerten übernehmen wird. 2020/2021 wird Petrenko dann umgekehrt in München "nur" noch als Gastdirigent firmieren.

Bis 2020, so Staatsopern-Intendant Nikolaus Bachler, werde es weiter jeweils zwei Opernpremieren sowie Repertoirevorstellungen und Konzerte unter Kirill Petrenkos Leitung in München geben, wo der Dirigent seit seinem Amtsantritt 2013 ein Publikumsliebling ist. Erst kürzlich war er von der Zeitschrift "Opernwelt" zum zweiten Mal in Folge zum "Operndirigenten des Jahres" ernannt worden.

Und die Philharmoniker? Freuen sich über "Zeitplan zur Amtsübergabe"

Ulrich Knörzer, Mitglied des Philharmoniker-Orchestervorstands sagte dazu: „Die Wahl Kirill Petrenkos als Nachfolger von Sir Simon Rattle hat in der Musikwelt ein überwältigendes Echo gefunden. Deshalb freut es uns sehr, dass wir nun einen Zeitplan zur Amtsübernahme haben und dass wir dem Berliner Publikum unseren künftigen Chefdirigenten in allen kommenden Spielzeiten präsentieren können.“

Auch Philharmoniker-Intendant Martin Hoffmann verlieh seiner Freude Ausdruck und dankte der Bayerischen Staatsoper für das kollegiale Einvernehmen bei allen terminlichen Fragen. Weitere Details will man bei einem Pressetermin gemeinsam mit Petrenko bekanntgeben, dessen Zeitpunkt jedoch noch nicht feststeht.

Wie das bayerische Kunstministerium in München mitteilte, bleibt auch Staatsopernintendant Nikolaus Bachler bis 2021 am Münchner Max-Joseph-Platz. Der Ministerrat stimmte den Vertragsverlängerungen am Dienstag zu. "Mit Nikolaus Bachler und Kirill Petrenko hat die Bayerische Staatsoper künstlerische Höhenflüge erlebt, die von Publikum und Kritikern weltweit als Sternstunden der Oper gefeiert wurden», teilte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) dazu mit. Man sei stolz, dass es gelungen sei, beide in München zu halten. Tsp/dpa


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