Neues Laserschwert für "Star Wars" : Abschied ist ein Laserschwert

In einem Jahr kommt der „Star Wars"-Film " The Force Awakens“ - deutscher Titel: „Das Erwachen der Macht“ - in die Kinos. Gerade veröffentlichte das Disney-Studio einen ersten Trailer. Doch viele Fans sind empört: Das Laserschwert wurde umdesignt, es hat nun zwei Strahlen mehr.

Christian Schröder
"Star Wars"-Sturmtruppler bei einem Filmfest in Spanien.
"Star Wars"-Sturmtruppler bei einem Filmfest in Spanien.Foto: dpa

Ist nun auch noch der Nikolaus auf die dunkle Seite der Macht gewechselt? In einem anderthalbminütigen Videoclip, der in den letzten drei Tagen bereits 33 Millionen Mal bei Youtube angeklickt wurde, stapft ein Mann in einem langen Mantel durch einen verschneiten Wald. Eine Rute hat er auch dabei. Eigentlich müsste er nun reimen: „Von drauß’, vom Walde komm ich her / Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!“ Stattdessen raunt eine knisternde Altmännerstimme aus dem Off: „The dark side – and the light.“ Wir befinden uns nicht im Advent, sondern tief in der Mythologie des „Star Wars“-Schöpfers George Lucas mit ihrem schlichten Gegeneinander von Hell und Dunkel, Gut und Böse, Jedi und Sith. Der Mann aus dem Video ist im Namen der Dunkelheit unterwegs. Seine Rute entpuppt sich als Laserschwert, das rötlich flackernd das Gehölz beleuchtet (im Trailer etwa ab Minute 00:54).

Kreuzritter. Das neue Lichtschwert hat einen zusätzlichen waagerechten Schutzstrahl.
Kreuzritter. Das neue Lichtschwert hat einen zusätzlichen waagerechten Schutzstrahl.Screenshot: Youtube

„Star Wars“-Fans sind wertkonservativ. Die Zukunft soll so bleiben, wie sie in der Vergangenheit schon war. Seitdem das Disney-Filmstudio am Freitag den ersten Trailer für die Episode VII der Science-Fiction-Saga veröffentlicht hat – „Star Wars: The Force Awakens“ (deutscher Titel: „Das Erwachen der Macht“) –, ist die Empörung über das runderneuerte Laserschwert groß. Es verfügt nun über ein Parier, zwei kurze waagerechte Laserstrahlen über der Hand des Kämpfers, analog zu den schmiedeeisernen Stegen an einem mittelalterlichen Ritterschwert. Als Schutz vor einem Hieb des Gegners sei dieses neue Element des „crossguard lightsaber“ völlig ungeeignet, urteilen die Experten. „Hatte mich eigentlich ziemlich drauf gefreut, musste dann aber dieses fürchterliche Schwert sehen. Das zerstört jetzt schon den ganzen Film für mich“, klagen die Kommentatoren in den einschlägigen Foren oder auch: „Das Lichtschwert ist fail, wozu soll das gut sein?“

Gut sind das Lichtschwert und der Trailer auf jeden Fall für eines: Schon jetzt das Interesse für einen Film langsam hochzukitzeln, der am 17. Dezember 2015 in den deutschen Kinos starten soll. Gedreht wird er von J.J. Abrams, der zuletzt bereits die „Star Trek“-Saga reanimiert hatte. Neben Jungstars wie Oscar Isaac und Lupita Nyong’o ist auch der „Star Wars“-Veteran Harrison Ford dabei. Die Handlung beginnt dreißig Jahre nach dem Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ und dem Untergang des Imperiums. „There has been an awakening. Have you felt it?“, murmelt die Stimme am Anfang des Clips. Da erwacht etwas. So schnell gibt das Böse nicht auf.

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