• Osama bin Laden: Mit Satellit und Kompass - Britische und amerikanische Elitesoldaten führen unterschiedlich Krieg

Kultur : Osama bin Laden: Mit Satellit und Kompass - Britische und amerikanische Elitesoldaten führen unterschiedlich Krieg

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Tagelange Ausdauermärsche gehören zum Ausbildungsprogramm der britischen Eliteeinheit Special Air Service (SAS), die sich bereits Kämpfe gegen die Taliban in Afghanistan geliefert haben soll. Eben diese Ausdauer bei langwierigen Einsätzen im Feindesland ist es, die den SAS neben vergleichbaren amerikanischen und französischen Elitetruppen für einen Einsatz in Afghanistan ins Gespräch gebracht hat. Allerdings sind die verschiedenen Einheiten nach einem Bericht der britischen Zeitung "Times" nicht auf einen gemeinsamen Einsatz vorbereitet.

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Fotos: Die Ereignisse seit dem 11. September in Bildern In der US-Army kommen unter anderem die Elitetruppen der Rangers, der Green Berets und der Delta Force für einen Einsatz in Afghanistan in Frage. Laut "Times" sind allerdings die Soldaten der SAS nicht in der Lage, mit den Männern der Delta Force oder der Rangers gemeinsame Patrouillen zu bilden. Zu verschieden sind die Kommunikationssysteme der britischen und US-Truppen.

Hinzu kommt, dass die Ausbildung der amerikanischen Soldaten im Gegensatz zum Training der britischen SAS-Leute nicht das tagelange Überleben ohne Unterstützung im Feindesland vorsieht. US-Elitesoldaten wie die Männer vom 160. Regiment der Air Force oder ihre Navy-Kameraden von der Truppe "SEAL" (Sea, Air, Land) verlassen sich auf High-Tech und Hubschrauber, um ins Einsatzgebiet zu kommen. Während des Golfkrieges durften die Kämpfer von der Delta Force nicht über einen längeren Zeitraum hinter den irakischen Linien bleiben und wurden nach dem Einsatz auch wieder auf dem Luftweg zu ihrer Einheit zurückbefördert. Von den britischen SAS-Leuten wurde dagegen erwartet, bis zu 45 Tage im Feindesland auszuharren.

Nach den Angaben eines Militärspezialisten verließen sich die amerikanischen Soldaten der Delta Force im Golfkrieg auf ein ausgeklügeltes Satellitensystem, um ihre Position zu bestimmen. Die britischen Trooper zogen dagegen mit dem Global positioning system (GPS) in den Krieg - und einem Kompass für den Notfall.

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