Oscar-Chancen für Studio Babelsberg : "Bridge of Spies" für sechs Oscars nominiert

Steven Spielbergs "Bridge of Spies" ist für sechs Oscars nominiert. Darunter auch der für die Babelsberger Filmhandwerker wichtigste Preis für das Szenenbild.

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Ich will hier rein! Tom Hanks als US-Anwalt Donovan versucht die DDR-Grenzer am Übergang Friedrichstraße zu überzeugen, dass er dringend in die Sowjetische Botschaft Unter den Linden muss. Gedreht wurde die Szene am Gleisdreieck.
Ich will hier rein! Tom Hanks als US-Anwalt Donovan versucht die DDR-Grenzer am Übergang Friedrichstraße zu überzeugen, dass er...Foto:  Twentieth Century Fox

Sechs Oscar-Nominierungen für den in Potsdam gedrehten Agententhriller "Bridge of Spies": Der Film von Regisseur Steven Spielberg geht unter anderem in der Königskategorie "Bester Film" ins Rennen, wie die Oscar-Academy, ein Zusammenschluss der zumeist US-amerikanischen Filmschaffenden, am Donnerstag bekannt gab. Nominiert ist außerdem Mark Rylance als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Sowjetspion in dem Spielberg-Film. Spielberg erzählt in "Bridge of Spies" die Geschichte hinter dem ersten Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke 1962.

Besonders erfreulich für Studio Babelsberg: Der Film ist auch in der Kategorie Szenenbild nominiert, also für die Arbeit der Babelsberger Filmhandwerker. Im vergangenen Jahr hatte Babelsberg für "The Grand Budapest Hotel" den ersten Oscar in dieser Kategorie einheimsen können. Studio-Chef Christoph Fisser zeigte sich begeistert: "Wow! Sechs Nominierungen sind phänomenal für Babelsberg und den Filmstandort Deutschland."

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Diese Szene mit Tom Hanks entstand im S-Bahn-Depot Erkner.Weitere Bilder anzeigen
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25.11.2015 19:06Diese Szene mit Tom Hanks entstand im S-Bahn-Depot Erkner.

"Bridge of Spies" geht außerdem in den Kategorien Drehbuch, Filmmusik und Filmtonschnitt ins Rennen.

Der große Favorit in der diesjährigen Oscar-Verleihung ist aber der Western-Thriller "The Revenant - Der Rückkehrer". Der Film über den Rachefeldzug eines Abenteurers in der nordamerikanischen Wildnis wurde am Donnerstag in Los Angeles insgesamt für zwölf Oscars nominiert, unter anderem in der Königskategorie "Bester Film". Auch Regisseur Alejandro González Iñárritu und Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio sind Anwärter auf einen der begehrten Filmpreise.

Ebenfalls große Hoffnungen auf einen Oscar können sich der Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road" mit zehn Nominierungen und der Weltraum-Streifen "Der Marsianer" mit sieben Nominierungen machen. In sechs Kategorien nominiert ist neben "Bridge of Spies" auch das lesbische Liebesdrama "Carol". Die Oscars werden am 28. Februar in Los Angeles verliehen.

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