PAUKEN & Trompeten : Ein Tusch zum Schluss

Jörg Königsdorf

Geschätzte Leser! Als im Oktober 1998 die erste dieser Kolumnen – damals noch unter dem Titel „Sotto voce“ – erschien, befand sich die Klassikstadt Berlin im Umbruch. Opernhäuser und Orchester waren Objekte immer neuer Fusionsfantasien und nicht wenige glaubten damals, die Zeit Berlins als internationaler Musikmetropole ginge zu Ende. Heute, knapp 13 Jahre später, bietet sich ein völlig anderes Bild. Nicht nur, dass sich die Opern und Orchester inzwischen wieder ohne Zukunftsängste um die Kunst kümmern können, auch die Klassikszene Berlins ist spannender denn je. Wer wissen will, was klassische Musik heute bedeuten kann und wer nach einem Zugang zu ihr sucht, der kann sicher sein, ihn hier zu finden. Vom Casual concert über das moderierte Konzert, vom Jugendprojekt bis hin zur puren Werkwiedergabe bietet die Klassikszene Berlins fast jeden Tag eine unübersehbare Vielfalt. Aufgabe dieser Kolumne ist es, dieses Angebot zu sichten: Entscheidungshilfen zu leisten, Neugier zu wecken, aber auch die Trends zu verfolgen, die die nur scheinbar zeitlose Klassikwelt beherrschen.

Dass das jede Woche wieder möglich ist, spricht für die Vitalität dieser Szene. Ihre Entwicklung werden die „Pauken und Trompeten“ auch weiterhin begleiten – allerdings wird von kommendem Sonntag an meine Kollegin Christiane Tewinkel diese Aufgabe übernehmen. Ich selbst gehe ab 2012 als Chefdramaturg an die Deutsche Oper Berlin und werde dort mein Möglichstes tun, damit das Klassikangebot Berlins auch weiterhin anregend und aufregend bleibt. Versprochen.

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