PAUKEN & Trompeten : Ewig lockt das Experiment

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Das Schauspiel- alias Konzerthaus am Gendarmenmarkt gibt es seit 1821, den Werner-Otto-Saal in seinen Gemäuern seit genau einem Jahrzehnt. So bunt gefleckt wie die Bestuhlung in dem einstigen Orchesterprobensaal, dessen Umbau seinerzeit durch eine Spende des Unternehmers Werner Otto ermöglicht wurde, ist das Programm, das die Besucher hier regelmäßig erwartet: Oft ist es Neues, Experimentelles, mitunter gibt es Filme oder eine Moderation, vielleicht eine Verkostung zwischendrin, manchmal auch ein Puppentheater oder gleich eine ganze Veranstaltung nur für Kinder. Kurz, der Werner-Otto-Saal hat sich in vielfacher Weise bewährt, vor allem wohl als Ausweichstätte, wenn der große Saal zu repräsentativ ist und der Kammermusiksaal unterm Dach zu wenige Möglichkeiten für technische Finessen bietet.

Am Samstag feiert das Haus den Geburtstag des Saales mit gleich mehreren Veranstaltungen: Morgens gibt es eine Matinee mit Musik von Mozart und John Adams, in der auch der Zauberer Nico Valentino auftreten wird. Nachmittags moderiert Arno Lücker ein Konzert mit dem Leipziger Streichquartett, das zweimal Beethovens Große Fuge spielen wird. Und abends widmet sich Hannelore Elsner (Rezitation) mit Sebastian Knauer (Klavier) den eigentümlichen Banden zwischen der Schriftstellerin Bettina von Arnim und dem Komponisten Ludwig van Beethoven. „In einem Weltmeer von Harmonie“ ist der Abend überschrieben, der dem Treffen der beiden im Jahre 1810 in Wien nachspürt, mit Texten und Briefen von ihr und Klaviersonaten von ihm.

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