Kultur : Pforte: Freie Volksbühne kurz vor dem Ende

Die Berliner Freie Volkbühne e.V.steht nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Dietger Pforte kurz vor dem Ende.Das wurde anläßlich der Vorstellung des Programms des Berliner Theatertreffens (vgl.Tagesspiegel vom 19.März) bekannt.Der Intendant der Berliner Festwochen, Ulrich Eckhardt, wollte die Rückkehr des 35.Theatertreffens an die Freie Volkbühne vor diesem Hintergrund als ein "politisches Signal" verstanden wissen.Mit der Freien Volkbühne drohe die letzte Bühne zu verschwinden, die sich für große Theaterinszenierungen und -gastspiele eignet, meinte Eckhardt.So werden von den sieben Gast-Inszenierungen drei an der Freien Volkbühne (und drei am Schillertheater) zu sehen sein.Der Förderverein, der das Theater nach dem Krieg aus privaten Mitteln aufbaute und seit 1992 auf Senatszuschüsse verzichten muß, hat nach Auskunft Pfortes ein "erschreckend hohes Defizit" zu bewältigen.Bei einem monatlichen Fehlbetrag von 120 000 Mark Unterhalts- und Betriebskosten sehe sich der Verein gezwungen, Haus und Grundstück aufzugeben, sollte es nicht zu einer Unterstützung durch den Senat kommen.Es gebe "ein erklärtes Interesse" der Berliner Kulturverwaltung, das Theater nicht aufzugeben, so Pforte.Fällt nicht bis Ende Mai eine Entscheidung, könnten die Gastspiele des Theatertreffens die letzte Nutzung des Hauses als Theaterbühne sein. KM

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