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Pop-Trend : Die Hoffnung bleibt weiblich

05.01.2013 00:00 Uhrvon
Energetische Schwestern. Die kalifornische Band Haim. Foto: UniversalBild vergrößern
Energetische Schwestern. Die kalifornische Band Haim. - Foto: Universal

Ein Ausblick auf das Popjahr 2013: Wer sind die wichtigsten Newcomer, welche spannenden neuen Alben erscheinen und was sind sichere Charterfolge?

Die spannendste Popmusik des letzten Jahres kam größtenteils von Frauen: Sängerinnen wie Grimes, Bat For Lashes, Santigold, Lana Del Rey, Lykke Li oder Jessie Ware prägten den Sound des starken Jahrgangs 2012. Dieser Trend scheint anzuhalten. So finden sich auf den ersten vier Plätzen der am Freitag veröffentlichten alljährlichen BBC-Newcomer-Prognose diesmal nur Musikerinnen (wobei Platz zwei mit AlunaGeorge an ein gemischtes Duo ging).

An der Spitze der Liste – kompiliert aus den Empfehlungen von über 200 britischen Pop-Experten – stehen die kalifornischen Schwestern Danielle, Alana und Este Haim, die ihren Familiennamen als Bandnamen benutzen.

Dass diesem dynamischen Trio bald der Durchbruch gelingen wird, liegt in der Tat nahe: Schon die im Herbst erschienene „Forever EP“ von Haim versammelte drei fantastische Gitarren-Pop-Songs, die aktuelle Single „Don’t Save Me“ ist nicht minder betörend. Und die Besucher ihres ersten kleinen Berlin-Konzertes im November schwärmen noch heute von der Energie der Schwestern, die auch auf dem aktuellen Cover des „New Musical Express“ abgebildet sind.

Das britische Magazin schätzt Haim neben der Londoner Garagenrock-Band Palma Violets als wichtigste Newcomer ein und sieht zudem Anzeichen für ein Comeback des seit einigen Jahren kriselnden Rockgenres. Letzteres erscheint wohl mehr eine Wunschvorstellung britpopsozialisierter Redakteure zu sein. Wahrscheinlicher ist, dass Hip-Hop, Elektro und R’n’B weiterhin die Szenerie dominieren. Auch hier werden Frauen hoch gehandelt: Die 21-jährige Rapperin Angel Haze (Platz drei der BBC-Prognose) hat im letzten Jahr bereits mit zwei Mixtapes für Aufsehen gesorgt. Kürzlich hat sie einen Major-Vertrag unterschrieben. Derzeit zofft sie sich per Twitter und mittels eines Diss-Tracks mit der ebenfalls in New York lebenden Kollegin Azealia Banks. Die war eine der großen Hip-Hop-Hoffnungen von 2012, wurde dann allerdings nicht fertig mit ihrem Album – worüber Haze nun spottet.

Ein weiterer sicherer Tipp ist der 18-jährige Brite Jake Bugg, dessen Debütalbum in seiner Heimat schon auf Platz eins der Charts landete. In Deutschland erscheint die folkige Platte erst am 25. Januar. Am selben Tag kommt auch das Debüt des Berliner Trios Prag heraus, bei dem Schauspielerin Nora Tschirner mitspielt. „Premiere“ wird es heißen, und die schwelgerische Single „Sophie Marceau“ klingt bereits vielversprechend. Alles überstrahlen werden Ende Januar jedoch Tocotronic, die nach dreijähriger Pause das Album „Wie wir leben wollen“ veröffentlichen. Der Vorgänger kletterte auf Platz eins der deutschen Charts. Die Fangemeinde wird der Band zum 20. Jubiläum sicher wieder eine Topplatzierung bescheren.

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