Alben der Woche : Soundcheck

Jeden Freitag von 21 bis 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal: P.R. Kantate, Art Brut, Mark Ronson, Editors

P.R. Kantate
P.R. Kantate. -Foto: Promo

CD-NEUERSCHEINUNGEN

PUNKROCK Art Brut

It’s a bit complicated

(Labels/EMI)

„Bang Bang Rock’n’Roll“ hieß 2005 das Debütalbum der Band aus Bournemouth. Damit war alles gesagt. Jetzt der Nachfolger. Eddie Argos spricht nach wie vor rhythmisch seine Lyrics, ohne zu rappen, während die Derwische drumrum die Sau rauslassen. Vertonter Alltag einer Horde Wahnsinniger. Brillant. Jürgen König, Radio Eins

Jeden Freitag von 21 bis 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Heute:

ROCK Editors

An End Has a Start (Pias)

Breitwandpathos und Dolby-Surround-Melancholie bestimmen den Sound des zweiten Albums der Editors. Das Quartett aus Birmingham wurde oft als britische Kopie von Interpol bezeichnet und tut mit der neuen Platte wenig, um diesen Vergleich zu entkräften. New-Wave-Fans wird das egal sein, sie können hier luxuriös schwelgen. Nadine Lange, Tagesspiegel

POP Mark Ronson

Version (Sony BMG)

Das Multitalent begann seine Karriere als DJ. Mittlerweile ist Ronson ein gefragter Produzent und zieht alle Register für sein zweites Album: Popsongs aus den letzten 15 Jahren bringt er mit Funk und Big Beat zusammen. Dazu singen Amy Winehouse, Robbie Williams oder Lily Allen. Aufwendig produzierte Coversongs, die in die Beine gehen, aber selten in den Bauch. Ronson’s Versionen fehlt das Seelenleben. Steen Lorenzen, Radio Eins

RAP P. R. Kantate

Dick in Jeschäft

(Stock & Stein)
Er ist ein echter Berliner Junge und ein Phänomen im deutschsprachigen Reggae-Geschäft. Das von ihm erfundene Berlingua lässt den Berliner Dialekt mit der Geschmeidigkeit des jamaikanischen Patois fließen und Kantates brillant komische Alltagsbeobachtungen unwiderstehlich klingen. Mit „Dick in Jeschäft“ legt der Kreuzberger Bänkelsänger die Meisterprüfung ab. Andreas Müller, Moderator

Außerdem erscheint heute:

– Emily Haines, „Knives don’t have your Back“ (Grönland)

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