Party-Tipp : Der kleine Väth im Tresor

Sein Bruder ist ein ganz Großer der Techno-Szene. Auf diese Stufe wird Mike Väth es vielleicht nicht mehr schaffen, aber gelernt hat er von seinem Bruder Sven auf jeden Fall.

Christian Tretbar

Große und kleine Brüder gibt es im Rock’n’Roll viele. Liam und Noel Gallagher von Oasis, die Gebrüder Gibb bei den Bee Gees oder Wilson bei den Beach Boys. Alles bekannt. In der Elektro-Szene sind Geschwisterpärchen selten. Zusammen treten sie zwar am Wochenende auch nicht auf, aber immerhin darf man den kleinen Bruder eines ganz Großen erleben: Mike Väth. Er ist drei Jahre jünger als sein großer Bruder Sven, einer der echten Gurus der Szene und legt am Samstag im Tresor auf.

Als Bruder Sven in den achtziger und neunziger Jahren im legendären Omen in Frankfurt am Main zu einem Star aufstieg, scherte sich Mike noch nicht weiter darum, selbst Musik zu machen oder aufzulegen. Lieber huldigte er den Sounds seines Bruders auf der Tanzfläche. Sein Medium war die digitale Kunst.  Der Weg zur Musik ist von dort aber nicht weit. 2000 gründete er den Live-Act „Das Mike Väth Project“. Seit vier Jahren legt Little Väth auch auf. Den Rang wird er seinem Bruder wohl nicht mehr ablaufen, aber wenn er ihm lang genug auf die Finger geschaut hat, verspricht es ein schweißtreibender Abend zu werden.

Klubnacht, Tresor, Köpenicker Straße 59-73, ab 23.59 Uhr, 12 €

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