Soundcheck : CDs der Woche: Whitest Boy Alive und mehr

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Heute: U2, Whitest Boy Alive, Super 700, Heartless Bastards.

CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP U2

No Line on the Horizon (Universal) Am Horizont lässt sich der Übergang von Meer zu Himmel nicht genau ausmachen. Doch so grenzenlos U2 sein möchten, Bono und The Edge haben ihren Sound ein für allemal definiert. Daran ändert auch das Triumvirat des U2-Klangs – Eno, Lanois und Lillywhite – mit eingebauten elektronischen, sphärischen und exotischen Ecken und Kanten nichts. Trotzdem das interessanteste U2-Album seit „Achtung Baby“.Steen Lorenzen, Radioeins

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radioeins

über ihre CDs der Woche. Diesmal:

POP Whitest Boy Alive

Rules (Bubbles) Nach zwei Erfolgsalben mit den Kings of Convenience tauschte Erlend Øye die akustische gegen die elektrische Gitarre und erforschte 2006 auf „Dreams“ mit zwei Berlinern das Grenzgebiet von Indie-Pop und Dancemusik. Das gilt auch für das stärker House-beeinflusste zweite Album der Band, die sich um einen Keyboarder verstärkt hat. Super Sitzdisko-Sound mit extra-sanftem Gesang. Nadine Lange, Tagesspiegel

POP Super 700

Lovebites

(Motor Music)

Der Zweitling der drei Ramadani-Schwestern bezirzt mit kleinen Liebesleckerbissen. Sphärischer, melancholischer Pop mit sirenenhaften Gesangslinien, mit dem Mut zum Risiko. Abwechlungsreich produziert von Rob Kirwan, der schon U2 die großartigeren Momente beschert hat. Ein Lichtblick im Dunkel der deutschen Poplandschaft.Martin Rabitz, Trinity Concerts

POP Heartless Bastards

The Mountain

(Fat Possum Records) Erika Wennerstrom singt, als habe sie schon alles gesehen. Und auch das, was da noch kommen könnte, wird die toughe Braut aus Dayton nicht mehr schocken. Diesen Gemütszustand setzt sie in präzise geschlagene Akkorde um, die von zwei alten Kumpels stoisch mit Schlagzeug und Bass begleitet werden. Garagenrock von ehrlichen Arbeitern aus Ohio. Manchmal muss es genau das sein. Andreas Müller, Moderator

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben